Bad Sassendorf

Schornsteinfeger Schäfermeier verabschiedet sich

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Schornsteinfeger Josef Schäfermeier (links) übergibt seinen Bezirk an Sören Kristmann (rechts). Lutz Kortenstedte (Mitte) bleibt dem Bezirk erhalten.

Bad Sassendorf – Die schwarze Montur ist zeitlos. Sie war schon Markenzeichen als Josef Schäfermeier vor 48 Jahren als Schornsteinfeger(lehrling) anfing. Ansonsten aber hat der Beruf sich enorm gewandelt, meint der 64-jährige.  In wenigen Tagen verabschiedet er sich aus Bad Sassendorf.

1972, als Schäfermeier mit gerade mal 14 Jahren von der Schule kam und Schornsteinfeger wurde, waren die Öfen noch dreckig. „10 bis 20 Liter Ruß haben wir aus den jedem Kamin geholt“, erinnert sich der gebürtige Westernkotter. Heute sind es kaum mehr als ein paar Krümel. Früher waren die Einzelfeuerstätten das Maß der Dinge, erst später kamen Zentral- und Gasheizungen. Und heute sind die fast schon Schnee von gestern, Wärmepumpen sorgen in den Neubauten für warmes Wasser und angenehme Raumtemperatur. 

Beruf hat sich enorm gewandelt

Selbst Schäfermeiers Mitarbeiter, der für gewöhnlich die Runde von Haus zu Haus in Sassendorf, Heppen und einer kleinen Siedlung im Soester Norden dreht, hat schon zwei Drittel seiner Arbeitszeit mehr mit Messen als mit Kehren zu tun. Und beim Chef stehen ohnehin neben den administrativen Aufgaben die Beratung und die Begutachtung im Vordergrund. Die Kontrolle der Feuerstätten ist und bleibt – auch nach der Novellierung vor wenigen Jahren – eine hoheitliche Aufgabe. Sie übernimmt nun in Sassendorf Lutz Kortenstedte. Der 36-jährige Warendorfer hat mit seiner Bewerbung bei der Bezirksregierung das Rennen gemacht und ist als „bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger“ eingesetzt. Auch Kortenstedte hat gleich nach der Schule damit angefangen und bis heute „keinen Tag bereut“, diese Wahl getroffen zu haben. 

Schornsteinfeger nach wie vor geschätzt

Der Mix aus moderner Technik, Tradition und Kundennähe gefällt ihm, so sagt er. Er und auch sein Vorgänger schildern übereinstimmend: Der „schwarze Mann“ werde nach wie vor geschätzt: „Die Leute sehen uns als kompetente Ansprechpartner.“ Mit ein Grund, warum Schäfermeier nicht so ganz loslassen will: Als Energieberater und Sachverständiger will er noch ein paar Jahre weitermachen.

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