Klimawandel hat andere Ursachen:

Senior stellt CO2-Theorie in Frage

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Alles Unsinn, was die Wissenschaft zum Thema CO2 und Klimawandel propagiert? Karl A. Slickers jedenfalls hat eine Gegentheorie.

Bad Sassendorf - Alles eine Frage der Energie. Das gilt bei Karl Antonius Slickers für die Erderwärmung und das persönliche Engagement gleichermaßen. Der Mann hat nämlich eine eigene Theorie – und wirft den Klima-Wissenschaftlern bewusste Täuschung vor.

Wenn sich der 78-jährige Karl Antonius Slickers etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es auch durch. Das war schon damals so, als er noch als Diplomingenieur für Physikalische Technik im Berufsleben stand und vor kopfschüttelnden Professoren und Experten eine eigene Theorie zur Spektralanalyse predigte. „Damals haben alle Experten gesagt: Da kann nicht sein. Doch am Ende mussten sie anerkennen, dass ich Recht hatte“, sagt Slickers. Nicht umsonst habe er den inoffiziellen Titel des „Spektrometer-Papstes“ geführt, fügt er augenzwinkernd hinzu.

Mit Revolutionen kennt er sich also aus, der Senior, der seit ein paar Jahren in Bad Sassendorf wohnt. Und weil ihm die Energie auch im Alter noch reichlich zur Verfügung steht, hat er sich seit zehn Jahren nun eben diesem Thema zugewendet. „Im Jahr 2007 habe ich einen Bericht gesehen, in dem die Autoren die These vertraten, die CO2 -Urache beim Klimawandel sei ein Schwindel“, erinnert er sich an die Anfänge. Die Frage ließ ihn nun nicht mehr los. Inzwischen ist er sich seiner Sache sicher – und geht mit der etablierten Lehr-Meinung hart ins Gericht. „Die Klima-Experten berechnen den Einfluss von CO2 völlig falsch“, „Der Weltklimarat fälscht seine Berichte, weil er hunderte Gutachten ignoriert und nur die berücksichtigt, die ins System passen“, „Die Grundlage des Pariser Abkommens zur CO2-Reduktion ist erledigt“ – mit solchen Sätzen will Slickers auf Fehler im System und gleichzeitig seine eigenen Überlegungen aufmerksam machen.

Diese Überlegungen hat er in seinem Buch „Der CO2 -Irrtum“ zusammengefasst. Das Werk nannte sich zuerst „Die CO2 -Lüge“, der Bad Sassendorfer entschied aber, dass ein weniger aggressiver Titel besser sei, um in den Dialog zu kommen.

„Ganz unrecht haben die Wissenschaftler nicht“, räumt Karl Slickers ein. Denn natürlich habe CO2 Einfluss auf die Erderwärmung. Und natürlich gebe es den Treibhauseffekt. Doch diese Faktoren werden nach Slickers Einschätzung schlicht überschätzt. „Tatsächlich liegt die Hauptursache für die Erderwärmung in unserem Energieausstoß“, gib er den Kern seiner These preis. Es sei nicht das CO2, sondern die Energie selber, die die Erwärmung verursache.

Seine Theorie untermauert Slickers mit eigenen Beobachtungen („Bei geschlossener Wolkendecke bleibt die Temperatur nahezu konstant“) und wissenschaftlichen Messungen („Die Temperatur stieg während des Zweiten Weltkrieges überdurchschnittlich an. Das liegt an der vielen Energie, die frei wurde.“). Gegen die große Mehrheit der Klimaforscher setzt er eigene Argumente („Ich spreche nicht gegen 99 Prozent, sondern gegen 99 Prozent derjenigen, die diese Theorie vertreten“) und eigene Begegnungen („Acht von zehn meiner Bekannten sagen, dass mit den Theorien um CO2 etwas nicht stimmt“).

Und nun? „Jetzt geht es darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen“, sagt Slickers. Und dann die Schlüsse daraus zu ziehen. Radikale Einparmaßnahmen beim Energieverbrauch seinen sinnvoll, Windkraft auch – und die Energie müsse in die Meere abgeleitet werden, die als Speicher dienen könnten. Zum Schluss holt Karl Slickers noch einmal aus, erzählt von seinem „philosophischen Argument“. Seine These: Je mehr CO2 in der Atmosphäre ist, umso besser wachsen die Pflanzen. Deshalb müsse der Ausstoß belohnt anstatt reduziert werden.

Übrigens: In seinem Heft schreibt der Autor, dass er „Nichtexperte“ für Wetter und Klima ist, „weshalb einige der Ausführungen ergänzungsbedürftig sind“. Und während er in diesen Tagen seine drei Kernthesen noch einmal auf den Punkt bringt, haben andere schon Ergänzungen parat. So sagt der Soester Meeresbiologe Udo Engelhardt: „Der Mann hat kein Recht auf eigene Fakten. Die Fakten sind klar. Es ist eine Beleidigung an die Intelligenz, dass man sich mit so einem Schwachsinn auseinandersetzen muss.“ Und dann verweist Engelhardt auf eine der letzten Ausgaben des „time“-Magazins, in der das Editoren-Team die gesamte Ausgabe dem Klima-Thema gewidmet hat – und ganz bewusst auf Thesen von Kritikern verzichtet hat. Warum? Weil die Fakten klar sind.

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