Vorhaben auf den Weg gebracht

Sanierung des "TuK": Bauausschuss für Erneuerung von Fassade und Saaldecke

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Fenster und Brüstungen zwischen den Betonpfeilern müssen erneuert werden, dazu soll vor den Pfeilern eine neue Fassade aus Glas und Metall montiert werden. Zudem soll die Terrasse mit den Treppen abgerissen und gegen eine neue ersetzt werden.

Bad Sassendorf – Die Erneuerung des Tagungs- und Kongresszentrums kann weiter gehen, mit großer Mehrheit hat der Bauausschuss das mit 1,675 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben bei einer Neinstimme seitens der Grünen auf den Weg gebracht.

Verbunden ist das mit der Entscheidung, dass für die neuen Fenster und Fassaden Variante zwei zum Zuge kommen soll, also eine Pfosten-Riegel-Konstruktion.

Diese Bauweise finde sich beispielsweise auch an der neuen Mensa, berichtete Bauingenieur Vrej Zakaryan. Der Experte der Gemeindeverwaltung machte keinen Hehl daraus, dass er selbst ebenfalls diese Bauweise favorisiere. 

Argumente sprachen eindeutig für Variante zwei

Der Vorteil besteht demnach unter anderem darin, dass gegenüber den bisher tief liegenden Fenster eine Fenster- und Fassadenfront direkt vor die Stützpfeiler gesetzt werden können. Dies erscheine vom Einbau her deutlich einfacher als die anderen Varianten. Auch sei der zeitliche Ablauf bei einer Umsetzung bei laufendem Betrieb kürzer und besser planbar. 

Für die Variante führte Zakaryan zudem an, dass die pulverbeschichteten Metallelemente pflegeleichter seien, als eine Plattenfassade oder ein Wärmedämmputz. Die Variante mit Putz wäre laut Kostenschätzung zwar 20.000 Euro günstiger als die Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Gesamtkosten von 610.000 Euro. Diese Differenz erschien den Ausschussmitgliedern angesichts der Vorteile aber hinnehmbar. 

So wird die Innendecke des großen Saals erneuert:

Ein weiterer Bauabschnitt betrifft die Erneuerung der Innendecke des großen Saals. Eine stichprobenartige Kontrolle der 1,30 Meter hohen und 60 Zentimeter breiten Leimbinder habe keine Auffälligkeiten gezeigt, so Zakaryan, eine umfassende Prüfung erfolge nach Abnehmen der Decke, die komplett ersetzt wird. Künftig wird die Decke komplett schwarz gestaltet, hinzu kommen abgehängte Deckensegel. 

Die Beleuchtung, bisher bestehend aus 100 Strahlern zu 230 Watt, wird umgestellt auf 42 dimmbare LED-Strahler zu maximal 74 Watt. Zusätzlich ist eine Rundumbeleuchtung geplant, die auch, passend zum Anlass, jeden gewünschten Farbton auf die Wände werfen kann, zum Beispiel Magenta im Fall der Telekom. 

Auch die Belüftung wird erneuert, hierzu ist insbesondere ein Lufteinlass durch so genannte Lüftungssäcke vorghesehen, weil dadurch Zugluft komplett vermieden werden kann. Zudem seien die textilen Lüftungsleitungen sogar waschbar. 

Das sind die Kosten für die Innendecke:

Für die Innendecke sind Gesamtkosten von 200.000 Euro brutto angesetzt, zusätzlich sollen jedoch Förderanträge gestellt werden, die im Fall der Bewilligung bei der Beleuchtung eine Förderquote von 40 und bei der Belüftung von 35 Prozent bedeuten würde. 

Maßnahmen in Sachen Technik und Außenterrasse

Zudem ist als dritte Bauabschnitt die Erneuerung der Medientechnik vorgesehen, unter anderem durch den Einbau zeitgemäßer Projektoren und Beschallungstechnik. Hierfür sind 140 000 Euro veranschlagt. 

Weitere Maßnahmen betreffen die Außenterrasse, die weitere Instandsetzung der Lüftungstechnik und der Gebäudetechnik und eine Betonsanierung in bestimmten Fassadenbereichen. Diese Maßnahmen belaufen sich auf 695.000 Euro Kosten, eine Umsetzung ist im nächsten Jahr vorgesehen.

Fatale Parksituation rund ums Tagungszentrum 

Der Ausschuss folgte fast durch die Bank den Ausführungen Zakaryans. Heinrich Brandhoff (FDP): „Wir haben nun einmal mit der Sanierung angefangen, da sollten wir das auch fortführen. Die wirtschaftliche Lage hat sich ja auch leicht verbessert.“ 

Andreas Decker (CDU) monierte allerdings ziemlich barsch, dass die Parksituation rund ums Tagungszentrum fatal sei, ebenso die Ausschilderung. Bürgermeister Malte Dahlhoff erklärte daraufhin, dass dies auf der Agenda stehe, aber auch im Zusammenhang mit dem ausstehenden Verkehrskonzept für den Jahnplatz zu sehen sei.

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