Sanierung der Sole-Therme: Baden wie im Toten Meer

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Eine außergewöhnliche Architektur für das neue Ruhehaus im Saunabereich lässt sich schon im Rohbau erahnen.

Bad Sassendorf - Großbaustelle im Bad Sassendorfer Kurpark. An der Erweiterung und Modernisierung des Sole- und Thermalbads arbeiten zurzeit 20 Firmen mit täglich bis zu 100 Mitarbeitern.

Ein neues Schwebbecken, ein neues Ruhehaus, eine neue Siederhütte und ein neues Gradierwerk sind nur ein Teil der Baumaßnahmen, die erledigt werden. Und am kommenden Sonntag, 9. Dezember, können sich Interessierte von 14 bis 16 Uhr bei einer Führung auf der Baustelle den Stand der Baumaßnahmen unmittelbar vor Ort ansehen. 

Dichtigkeitsprüfung läuft

Geschäftsführer Hans Peter Vogelhofer führte vorab schon einmal über die Baustelle. Da gibt es unter einer Plastikhaube zunächst einmal die beiden Außenbecken, die zurzeit einer Dichtigkeitsprüfung unterzogen werden. Zuvor hatten sich Schäden an der Außenseite der Becken offenbart, so dass die Bewehrung erneuert werden musste. 

Wenn die Becken dicht sind, soll in Kürze außen der Spritzbeton aufgetragen werden. Auch das Wasserspiel aus 480 Kilogramm Edelstahl wurde restauriert und wieder aufgerichtet und angeschlossen. Fast fertig ist das neue Ruhehaus, das auf zwei Ebenen mit 70 komfortablen Liegen und einem Kaminofen mit Lounge und schöner 240 Grad-Aussicht die Besucher lockt. 

Historische Siederhütte

Die Siederhütte wurde historischen Vorbildern nachempfunden. Die 250 Jahre alten Holzstämme, aus denen die Hütte errichtet wird, sind aus Kelo-Holz, das aus Karelien stammt. Es sorgt für ein besonders angenehmes Raumklima. Wenn die Glocke im kleinen Turm der Siederhütte läutet, werden damit die Saunagäste zum Aufguss gerufen. 

Schwebebecken als Attraktion

Eine besondere Attraktion wird das Schwebebecken, das Baden wie im Toten Meer ermöglicht. Dafür wird die aus 414 Meter Tiefe stammende Sole demnächst im Gradierwerk auf 20 Prozent Salzgehalt konzentriert und dann nach Aufarbeitung und Klärung von Eisen und Mangan zu Badewasserqualität aus dem Vorratsbehälter ins Schwebebecken eingeleitet. Hier können die Badegäste sich demnächst aufs Wasser legen und dösen. Nebenan wird es Liegeplätze geben. „Wir werden möglichst viel Materialien aus der Region wie zum Beispiel Grünsandstein verbauen“, erklärt Hans Peter Vogelhofer. 

Vitalbecken schon fertig

Bereits in Betrieb sind das sanierte Therapie-Vitalbecken und die neue Sauna mit neuer Sauna-Gastronomie, die schon fertiggestellt sind und sehr gut angenommen werden. Die Sauna- Umkleide wurde erweitert und auch die neue Infrarot-Sauna ist bereits in Betrieb. 

„Ohne Alfons Meck, unseren erfahrenen technischen Leiter wäre die komplexe 15-Millionen-Euro-Baustelle Sole- und Thermalbad mit unzähligen technischen Finessen und Details kaum zu bewältigen“, weiß Vogelhofer, der auch die Bauleitung durch das Architekten-Büro Passgang aus Lippstadt für gute Arbeit lobend erwähnt. 

Im kommenden Jahr sollen die innovativen neuen Bauwerke nach und nach fertig werden, berichtete Vogelhofer. In der Kombination von Badeort, Kurpark und Sole-Thermalbad sieht er dem Erfolg der Investition sehr optimistisch entgegen.

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