Das schlagen die Anwohner für den Ausbau der Buchenstraße vor

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Die Buchenstraße im Badeort ist gerade im Bereich zwischen reiterweg und Bahn in einem maroden Zustand. 

Bad Sassendorf.  „Die Buchenstraße hat’s mehr als nötig.“ Bürgermeister Malte Dahlhoff fasste das Thema des Abends kurz und knapp zusammen – und schon kam bei der Anliegerversammlung eine lebhafte Diskussion in Gang.

Erste kritische Stimmen meldeten sich, und die Frage stand im Raum, ob ein derart umfangreicher Ausbau erforderlich sei oder eine kleinere Lösung nicht völlig genüge. Planer Volker Finger aus Sundern stellte anhand von Entwürfen die Sanierungs-Alternativen vor, mit denen sich im Herbst schon der Planungs-, Bau- und Verkehrsausschuss beschäftigt hatte.

Beide Möglichkeiten sehen im Vollausbau neben gepflasterten Geh- und Radwegen eine asphaltierte Fahrbahn vor – entweder mit oder ohne Verschwenkung – ebenso 17 baulich abgesetzte Parkplätze, entweder wechselseitig und alternierend mit Bäumen oder einseitig mit optionalen Baumtoren. 

 Die Anwohner brachten in der Gesprächsrunde eine dritte Variante ins Spiel, die, so Bürgermeister Dahlhoff, nun auch geprüft werden soll, und zwar hinsichtlich ihrer technischen Realisierbarkeit. Denn im oberen Abschnitt – zur Kreisstraße hin – seien die Hochborde völlig in Ordnung, merkten einige Versammlungsteilnehmer an. Diese Gehwege sollen ihrer Meinung nach so bleiben, wie sie sind. Die Fahrbahn selber brauche möglicherweise nur eine neue Oberfläche, mehr nicht. Das werde man sich ansehen, versicherte Dahlhoff, wobei es bei der Betrachtung insbesondere um die Haltbarkeit und den Aufwand der Umsetzung gehe: „Wir wollen keine Flickschusterei.“

 Augenfälliger sind die massiven Schäden im unteren Bereich vom Reiterweg Richtung Bahn. Diese mit Löchern übersäte Fläche gleicht wegen ihres maroden Zustandes einer Buckelpiste. „Nichts ist in Stein gemeißelt“, betonte der Rathaus-Chef. Zweck der Veranstaltung sei es, frühzeitig mit den Bürgern zu sprechen, sie über die Grundlagen sowie den aktuellen Stand der Planung zu informieren und ihre Vorschläge entgegenzunehmen. 

Dahlhoff machte auch klar: „Wir müssen uns nach den örtlichen Gegebenheiten richten.“ Autofahrer fänden ebenso Berücksichtigung wie Fußgänger. Klar sei aber auch, dass jede Situation Eventualitäten berge. Sprich: Jeder Vorschlag bringe an gewissen Stellen Nachteile mit sich. „Deshalb sitzen wir hier – um darüber zu reden“, führte Dahlhoff aus. 

 Für die Bürger war es von besonderem Interesse zu erfahren, wie tief sie in die Tasche greifen müssen. Die Ausgaben liegen nach derzeitigen Schätzungen insgesamt bei etwa 500 000 Euro, wobei gut 200 000 Euro die Anlieger an Beiträgen tragen müssten. Was das für den Einzelnen bedeutet, zeigte der Bürgermeister an zwei Beispielen auf: Für ein 450 Quadratmeter großes Grundstück würden 5500 Euro fällig, für 1000 Quadratmeter wären es etwa 12 000 Euro. Auch die Gemeinde müsse zahlen, schilderte Dahlhoff, „auch daher haben wir ein vitales Interesse, die Kosten zu dämpfen.“ Die Arbeiten sollen in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres laufen.

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