Salzprinzessin rettet das Land: Begeisterndes Theaterstück mit üppigen Schwarzlicht-Szenen

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Den Applaus holten sich die jungen Schauspieler nach dem Stück über die „Salzprinzessin“ völlig verdient ab.

Bad Sassendorf – Es ist Zeit für König Christoph, das Zepter an eine seiner drei Töchter abzugeben. Er ist allein, seine Frau starb vor Jahren viel zu früh. Die Tochter, die ihm die schönste Liebesbekundung macht, soll nach seinem Willen Königin werden und regieren. Ganz entzückt von einem Salzkristall antwortet die jüngste Tochter Amélie, sie liebe ihren Vater so sehr wie das Salz.

Ihr Vater ist empört und verbannt Amélie: Sie darf erst zurückkehren, wenn Salz wertvoller ist als Gold und Edelsteine. Das ist das Stück, das 2015 als Märchenfilm im Ersten lief – Anja Jabs aus Hamburg schrieb dazu das Drehbuch, und sie sparte nicht mit Lob für die heimische Truppe um Elke Morch, die daraus ein Theaterstück machte: „Es geht um ein schönes Märchen, und hier sprudelt es über von Fantasie“, das sagte die Autorin, die für die Vorstellung am Sonntag gerne in den Kurort gereist war. 

Rund 200 Gäste verfolgten im Tagungszentrum, wie Amelie gleich mehrmals vom Hof verstoßen wird, in der Fremde unerkannt als Gesellin schuftet und sich mit Falschspielern anlegt. Wie sie ihren Märchenprinzen findet und mit ihm und einem unschätzbar wertvollen Säckchen Salz ins Schloss zurückkehrt – gerade rechtzeitig, denn im ganzen Land ist Salz erst knapp geworden, dann ganz ausgegangen. 

Theaterstück: Salzprinzessin

Fasziniert waren alle im Publikum von den üppigen Schwarzlicht-Szenen zwischendurch: Frühling, Sommer, Herbst und Winter ploppten in bunten Bildern auf – dahinter steckte eine präzise Choreografie und eine Gruppe von Darstellern in schwarzem Tarn. 

Etwas mehr als zwei Stunden dauerte das Vergnügen, und für alle gab es mächtig Applaus. 

Der war verdient, denn zum Projekt gehörte auch die gesamte Vorbereitung: Ein eigenes Drehbuch in zwei Akten, Stoffe wurden gekauft und eigene Kostüme genäht, die Kulisse wird gesprüht und gemalt, die Künstlerwerkstatt malt dazu ein Bild der verstorbenen Königin, die Schwarzlichtszenen werden separat geplant und mit den Trainerinnen Christiane Stiller und Birgitt Filius geprobt, Julia Teiner malt die Zeichnungen der Prinzessin, damit der Prinz sich darin verlieben kann, Kálmán Oláh junior und die musikalische Leiterin Bettina Casdorff proben an Violine und Piano, Hildegard Schütte ist als Souffleuse die größte Hilfe, wenn der Text mal klemmt, das Team vom TuK kümmert sich um Technik, Ton und Licht. 

Das Museum Westfälische Salzwelten hat allen Beteiligten einen aufregend schönen Nachmittag im Museum verehrt, und draußen vor dem Saal durften in den Pausen und nach der Vorstellung alle an Mikroskopen in die Welt der Salzkristalle vordringen – Dieter Melcher zeigte und erklärte alles.

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