Der Reifrock ist das  Markenzeichen von Salzprinzessin Anne-Lena Stiewe

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Anne-Lena Stiewe verkörpert seit sechs Jahren die Salzprinzessin von Bad Sassendorf.

Bad Sassendorf – Wenn am Samstag der 32. Sälzermarkt in Bad Sassendorf eröffnet wird, dann hat jeder seine Rolle: Der Bürgermeister schwingt beim Fassbieranstich den Hammer, die Musiker bedienen ihre Instrumente, die Händler postieren sich hinter ihren Ständen – und eine steht als Blickfang im Mittelpunkt. Das ist bei dem phänomenalen Kleid der Salzprinzessin aber auch kein Wunder.

Seit sechs Jahren verkörpert Anna-Lena Stiewe diese Bad Sassendorfer Symbolfigur, ihr zur Seite seit dem vergangenen Jahr Siedemeister Luke van Beek. 

Im „normalen“ Leben studiert die junge Frau Psychologie in Enschede, danach möchte sie die Psychotherapeuten-Ausbildung absolvieren, um in der Heimat zu arbeiten. Und trotz all dieser anderen Aufgaben ist ihr das Amt bis heute nicht langweilig geworden, verrät Anna-Lena Stiewe dem Anzeiger. 

Das liegt wohl auch an dem, was der Einsatz zurück gibt: „Das Besondere daran ist“, so Anna-Lena Stiewe, „dass man viele unterschiedliche Menschen kennen lernen darf und diesen oft ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann – den älteren und auch den jüngeren, vor allem natürlich den kleinen Mädchen, die einen mit großen Augen angucken.“ 

Sechs Jahre als Salzprinzessin haben auch viele schöne Erinnerungen mit sich gebracht: „Zwei besondere Ereignisse waren mit Sicherheit der Soester Bördetag 2017 und eine Oldtimerausfahrt in Bad Sassendorf. In Bad Sassendorf durfte ich in einem Adenauer-Modell mitfahren und auf dem Bördetag hat mein Kleid einen Audi TT fast verschwinden lassen, als wir durch die Stadt kutschiert wurden.“ 

Auf dem Bördetag 2017 wurde das 40-jährige Bestehen des Amtes der Soester Bördekönigin gefeiert, daher waren viele Prinzessinnen und Symbolfiguren eingeladen, also Hoheiten unter sich: „Da haben sich direkt neue Freundschaften gebildet. Es ist toll, durch andere Prinzessinnen so viel über andere Städte zu erfahren und sich über die Rolle auszutauschen. Meine Schärpe ist voll mit Buttons von anderen Städten, sogar einer von Husum!“ 

Am Samstag zur Eröffnung des Sälzermarkt ist es wieder so weit, die junge Frau verwandelt sich in eine Prinzessin: „Wenn ich in das Kleid schlüpfe, fühle ich mich schon anders. Die Haltung wird aufrechter, vor allem wegen des schweren Reifrockes, und dadurch, dass man überall auffällt, ist man schon stolz, so ein Kleid tragen zu dürfen und damit den Ort zu repräsentieren.“

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