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Sälzermarkt auf neuen Gleisen

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Von: Heyke Köppelmann

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Die Freude auf den Sälzermarkt ist groß.
Die Freude auf den Sälzermarkt ist groß. © Tenberge

Der Sälzermarkt lockt seit Jahrzehnten das Publikum. Lange haben die Organisatoren überlegt und sich dann nach Abwägung der Argumente für die traditionelle Groß-Veranstaltung entschieden.

Bad Sassendorf - In Zeiten von Corona heißt das, in Planung und Durchführung die zum weiten Teil bekannten Wege zu verlassen und auf neuen Gleisen zu starten. Anpassungen sind erforderlich, damit das bunte Treiben nach der Pause im vorigen Sommer wieder laufen kann, und zwar zum Ausweichtermin am 11. und 12. September und nicht – wie gewohnt – am angestammten zweiten Juli-Wochenende.

„Die Stände werden mit größerem Abstand aufgebaut, damit Gedränge vermieden wird. An den Zugängen zum Markt informieren Plakate über die Regeln“, erklärt Olaf Bredensteiner, Leiter von Gäste-Information und Marketing.

Manche Stammhändler haben andere Termine

Die Besucher müssen sich an die inzwischen eingeübte „AHA“-Formel halten. Das bedeutet: Anderen nicht zu nahe kommen, Hygienemaßnahmen beachten sowie eine (Alltags-) Maske aufsetzen. Dieser Mund-Nasenschutz sollte durchgängig getragen werden, eine Pflicht besteht überall dort, wo es eng werden kann, etwa an umlagerten Verkaufstischen oder in Warteschlangen.

Olaf Bredensteiner: „Am Sälzerplatz, am Karl-Volke-Platz und am Gradierwerk werden Bereiche mit Bierzeltgarnituren eingerichtet zum gemütlichen Verzehr von Speisen und Getränken – mit Abstand, aber am Tisch natürlich ohne Maske.“

Ein kleiner Markt mit ansprechendem Rahmenprogramm als Bühne für die heimischen Betriebe: So wurde 1987 erstmalig eine Idee umgesetzt, die sich als Volltreffer erweisen sollte und die nun mit einem der Situation entsprechenden Konzept in die 33. Runde geht. Das Ereignis ist beliebt und zog in den Vorjahren insbesondere bei schönem Wetter mit strahlenden Sonnenschein immer Scharen von Besuchern an.

Nicht viel Zeit für Organisation

Veranstalter Ralf Gerstemeier, der in 28 Jahren einen reichen Erfahrungsschatz gesammelt hat, sah sich diesmal unter anderem vor die besondere Herausforderung gestellt, in der Kürze der Zeitspanne seit der Freigabe eine attraktive Veranstaltung aufzuziehen. Dazu hat er üblicherweise mehrere Monate, nicht aber, wenn Corona den Alltag bestimmt. Da sind es nur wenige Wochen. Er weist auf einen treuen Stamm von Händlern hin, die gern nach Bad Sassendorf kommen, seit Jahren in jedem Juli dabei waren, für diesen September aber bereits anders geplant haben. Also galt es, nach alternativen Beschickern Ausschau zu halten mit einem ebenso hochwertigen Angebot.

„Für jeden ist etwas dabei“

„Ein Kraftakt“, schildert Gerstemeier, der mitten im Endspurt der Vorbereitungen steckt. Das erfordert, an vieles zu denken und viele Gespräche zu führen. Wie oft er am Tag zum Handy greift, kann er inzwischen nicht mehr zählen. Doch der Einsatz dürfte sich lohnen. Denn die Besucher dürfen auf ein umfangreiches Angebot gespannt sein, das vom Kunsthandwerk bis zu schmackhaften Spezialitäten reicht. Sie finden Modeschmuck, Selbstgenähtes, Deko für Haus und Garten, ebenso Seifen, Liköre und Kerzen sowie Backwaren, Süßigkeiten und Vieles mehr. Der Veranstalter: „Für jeden ist etwas dabei.“ Er sagt auch: „Ohne Unterstützung der Gemeinde und des Gäste-Teams wäre es nicht möglich, das alles zu stemmen.“ Und er ist sich sicher: „Sie alle freuen sich auf den Sälzermarkt.“

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