Thermalbad: 300 000 Besucher pro Jahr als Ziel

Der im Sommer 2013 eröffnete neue Saunagarten ist eine der ersten Maßnahmen, mit denen das Thermalbad attraktiver gestaltet werden soll. - Archivfoto: Lenfers-Lücker

BAD SASSENDORF -  Nach einem Rückgang der Besucherzahl in den vergangenen Jahren ist es für die Geschäftsführung des Thermalbads das Ziel, die Zahl in den kommenden Jahren bei rund 300 000 Besuchern pro Jahr stabil zu halten oder sogar zu verbessern. Das erläuterte Geschäftsführer Rolf von Bloh am Mittwoch im Hauptausschuss der Gemeinde.

Dem Geschäftsführer zufolge sank die Zahl der Besucher von 325 000 im Jahr 2009 auf 293 000 im Jahr 2013. Nach der Übernahme eines 75-Prozent-Anteils am Thermalbad durch die Gemeinde wurde im vorigen Jahr zudem mit dem Attraktivierungsprogramm begonnen. Dazu gehörte unter anderem der neu geschaffene Saunagarten. Im Zuge des Investitionsplans, so von Bloh, soll bis 2019 eine Summe von einer Million Euro aufgewendet werden. Maßnahmen sind unter anderem im laufenden und im kommenden Jahr Verbesserungen des Ambientes und der Ausstattung im Bad. 2017 soll ein Ruhehaus mit Lounge-Bereich geschaffen werden. Damit könne auf die längere Verweildauer der Besucher reagiert und zugleich durch den Verzehr mehr Umsatz erzielt werden. 2018 soll dann in eine Außensauna investiert werden.

Ein wichtiges Thema werden dem Geschäftsführer zufolge in den kommenden Jahren die Energiekosten. Die bewegen sich laut Wirtschaftsplan für 2014 mit 770 000 Euro fast auf dem Niveau der Personalkosten – mit von Jahr zu Jahr kontinuierlich steigender Tendenz, sofern nicht gegen gesteuert werden kann. „Uns laufen die Stromkosten davon“, sagte von Bloh. Geprüft werde deshalb derzeit, ob sich der Betrieb eines zweiten, kleineren Blockheizkraftwerks lohnt. Der hier erzeugte Strom könnte Leistungsspitzen abdecken und direkt ins Stromnetz des Thermalbads eingespeist werden. Auch könnten die Elektromotoren für die Lüftung durch stromsparendere Modelle ausgetauscht werden.

Unabhängig von diesen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität steht die Frage einer Sanierung des in den 1970er Jahren eröffneten Sole-Thermalbads im Raum. Die Kosten hierfür betragen rund 6,6 Millionen Euro. Nach einigen Jahren der Vorplanung könnte die Sanierung ab dem Jahr 2016 beginnen. Seit September werde hierfür eine Prioritätenliste erstellt. Die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen soll durch Darlehen erfolgen. Inwieweit hier Zuschüsse des Landes oder zinsgünstige Kredite der KfW-Bank möglich sind, werde noch geprüft. Weil in dieser Hinsicht noch einiges im Fluss ist, kündigte von Bloh für die Ratssitzung kommende Woche Mittwoch weitere Informationen an.

Da der Geschäftsführer zusätzliche zu dem Wirtschaftsplan 2014 auch noch einige ergänzende Zahlenaufstellungen erläuterte, soll das Thema in den Fraktionen zunächst noch weiter beraten werden.

Den Anträgen der BG und der SPD folgend nahm der Gemeinderat die Ausführungen im Hauptausschuss daher ohne weiteren Beschluss zur Kenntnis. - tbg

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