SEN richtet Wohngruppe für junge Leute ein

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Mit einer kleinen Feierstunde und Rundgängen durch die Einrichtung stellten die Vertreter des SEN um Michael Pendzich und Andrea Kruckenbaum (zweite Reihe Zweiter und Dritte von rechts) die neue Jugendwohngruppe vor. Pädagogischer Leiter ist Stephan Twelkemeier (rechts).

Opmünden - Die Einwohnerzahl in Opmünden dürfte in nächster Zeit sprunghaft steigen: Neun Jugendliche können hier nämlich demnächst eine dauerhafte Heimstatt in der stationären Wohngruppe „Neue Chance“ des Soester Entwicklungsnetzes (SEN) finden.

Am Freitag wurde die neue Einrichtung auf einem ehemaligen Bauernhof im Herzen Opmündens vorgestellt. Das SEN – in den 1980er Jahren als Selbsthilfegruppe ehemaliger Nichtsesshafter auf den Weg gegangen – verfolge schon seit längerem das Ziel, auch in der Jugendhilfe tätig zu werden, erläuterte der Vorsitzende Michael Pendzich. Schließlich gehe es auch hier um das Ziel, Menschen zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, einen Zugang zur Gesellschaft zu finden.

Wie Andrea Kruckenbaum ergänzend erläuterte, wurde vor drei Jahren bereits eine Tagesgruppe für Jugendliche gegründet, Name und Motto: „Wetten, dass was geht“. Nun also eine Einrichtung, in der Jugendliche ab zwölf Jahre dauerhaft leben können. Nach dem passenden Domizil habe das SEN längere Zeit gesucht und am Ende den malerischen Hof mitten in Opmünden gefunden, so Kruckenbaum.

Das SEN expandiert damit gewissermaßen über die Grenzen der Stadt Soest. Betreut werden die jungen Leute von sechs sozialpädagogischen Mitarbeitern, die sich ebenso wie Teamleiter Rafael Gawla und der pädagogische Leiter Stephan Twelkemeier sowie die Hauswirtschaftskraft und der Hausmeister im Rahmen des Tags der offenen Tür vorstellten.

Die Wohngruppe richtet sich an bereits in Deutschland beheimatete Jugendliche oder minderjährige Flüchtlinge. Ein Platz in der Gruppe „Neue Chance“ soll einen verlässlichen Rahmen, Maßnahmen der Förderung und eine Vernetzung mit weiteren Angeboten wie etwa Therapien bieten. Träger ist die Soester Jugendhilfe „SoJu“, die als gemeinnützige GmbH unter dem Dach des SEN angesiedelt ist.

In Opmünden darf sich die „Neue Chance“ vom Start weg gut aufgenommen fühlen. Klaus Hölter und Familie überreichten als unmittelbare Nachbarn einen schmucken Blumenkübel. Ortsvorsteher Björn Hölter bekam von Andrea Kruckenbaum symbolisch ein kleines Insektenhotel überreicht, das um ein großes, selbst gebautes Exemplar fürs Dorf ergänzt werden soll, sobald es von den Jugendlichen fertig gebaut sein wird. Ortsvorsteher Hölter seinerseits lud die Einrichtung, sobald die Plätze mit den Jugendlichen belegt sind, zu einem Dorfrundgang mit Pizzaessen im Feuerwehrhaus ein.

Ein Angebot, das mit großer Freude aufgenommen wurde. „Das sind ganz tolle Startzeichen“, erklärte Andrea Kruckenbaum, „ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Miteinander hinkriegen werden.“

Weitere Infos über das SEN und die hier angesiedelte Soester Jugendhilfe unter www.sen-ev.de.

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