Vom Hof Haulle bis zum Kurpark

Das sind die Pläne für den Ortskern von Bad Sassendorf

Sälzerplatz Bad Sassendorf
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Blick auf den Sälzerplatz. In diesem Bereich sollen die Arbeiten zur Aufwertung zur Verbindungsachse zwischen Hof Haulle und Kurpark starten.

Nach den Großprojekten Kurpark und Bördetherme stehen weitere Erneuerungen an. Es geht um die Verbindungsachse zwischen dem Kurpark und Hof Haulle mit der Konzertscheune und den Westfälischen Salzwelten.

Bad Sassendorf – Mit den Plänen, die jetzt beim virtuellen Bürgerabend in den Blick rückten, wird sich das Gesicht des Zentrums verändern. Es geht weiter voran im Badeort! Der nächste Stein im städtebaulichen Mosaik: Die Überarbeitung der Verbindungsachse zwischen dem Hof Haulle und dem Kurpark, die eine optische Betonung des Erscheinungsbildes einbezieht, ebenso funktionelle Verbesserungen. Die Gemeinde hatte die Einwohner eingeladen, sich über die Vorhaben im Bereich von Bismarck- und Wasserstraße sowie Sälzer- und Karl-Volke-Platz zu informieren. Dabei zeigte sich, dass die Eckpunkte im Großen und Ganzen Zustimmung finden, an einzelnen Details soll im weiteren Procedere noch gefeilt werden.

„Eine schöne Geschichte“, fasste Bürgermeister Malte Dahlhoff am Schluss des knapp anderthalbstündigen Gespräches die von Bernd Helfmeier (Ingenieurbüro Greiwe und Helfmeier) skizzierten Ideen sowie die Anregungen von Teilnehmern der Versammlung zusammen. Und so soll’s aussehen: Das Wasser der Rosenau spielt im Gesamtpaket eine große Rolle, Licht als weiteres Element soll Akzente setzen. Vor allem geht es darum, Anreize zu schaffen, die Aufenthaltsqualität zu stärken, das Ortsbild samt Straßen attraktiver zu gestalten sowie Geschäften mehr Raum zu geben.

Die Strukturen des neuen Stückes Bad Sassendorf sollen im Wesentlichen erhalten, aber aufgewertet und angepasst werden. Die Bandbreite reicht von der Erneuerung von Straßenoberflächen bis zu Angeboten von Outdoor-Fitness. Dazu gehören Grün sowie Stufen, die zur geöffneten Rosenau führen. Bänke sollen zum Verweilen einladen und direkt am Wasser Sitzbereiche entstehen. Das Thema Sicherheit steht mit Blick auf Autofahrer, Radler, Fußgänger und Menschen, die auf den Rollator angewiesen sind, im Fokus, ebenso ein möglichst hohes Maß an Barrierefreiheit in diesem Areal. Deshalb ist auch die Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Kreis Soest einbezogen.

„Wir wollen die Plätze mit Leben füllen“, formuliert der Bürgermeister eines der Anliegen. Vorige Woche hatte sich schon der Bau- und Verkehrsausschuss mit dem Projekt beschäftigt, das in gut einem Jahr Bauzeit ab dem vierten Quartal Stück für Stück in mehreren Abschnitten umgesetzt werden soll. Der Feinabstimmung folgen die Ausschreibung und im Herbst die Vergabe.
„Wir beginnen am Sälzerplatz und arbeiten uns dann hoch“, erläuterte Bernadette König, Tiefbau-Ingenieurin der Gemeinde, den voraussichtlichen Ablauf. Der Start dort erfolge aber erst, wenn der Weihnachtsmarkt beendet sei und sich die Händler verabschiedet haben, erklärte Malte Dahlhoff.

Das freute Angelika Cosmann vom ausrichtenden Heimat- und Kulturverein natürlich, die sich darüber hinaus ausdrücklich für die Planung bedankte: „Eine sehr schöne Fläche, auch für die täglichen Besucherströme.“ „Klasse“, lautete der Kommentar von Tourismus-Manager Olaf Bredensteiner zu den Entwürfen. Er schlug allerdings vor, noch einmal über den Standort der Spielgeräte in der Wasserstraße nachzudenken, möglicherweise eigne sich der Bereich des Jahnplatzes besser. Axel Droste, sachkundiger Bürger, regte an, den Gedenkstein am Ehrenmal vor dem Kurpark stärker in den Vordergrund zu stellen.

Werden die Bürger zur Kasse gebeten? Eine Frage, die der Bürgermeister gleich zu Beginn des Abends beantwortet hatte, als er auf die „gute Ausgangssituation“ einer vollen Unterstützung aus dem Städtebauförderprogramm hinwies. „Steuerzahler sind wir natürlich alle“, fügte er hinzu, „wir wollen den höchstmöglichen Nutzen für unsere Gemeinde erreichen.“
Die Gesamtsumme beläuft sich auf rund 1,68 Millionen Euro.

Das sagte der Bürgermeister zum Schluss

Bad Sassendorf hübscht sich auf und rüstet sich für die Zukunft. Was ist nicht alles passiert in den vergangenen Monaten - und dann kam Corona! Jetzt vermiest auch noch das schlechte Wetter die Lust auf einen Spaziergangn. Das hat auch seine guten Seiten, weiß der Bürgermeister. Denn nun hatten Einwohner Zeit, sich beim Bürgerabend über die nächsten Pläne zu informieren. Als der Termin gelaufen war, lugte die Sonne durch dunkle Wolken. „Nichts wie raus“, lautete nun die muntere Aufforderung des Rathaus-Chefs. Und falls es wieder schütten sollte? „Macht nichts“, meinte er, „Mairegen macht groß und schön.“ Da sei es auch nicht schlimm, sich ein nasses Hinterteil zu holen.

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