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Abenteuer mit E-Auto findet ein Happy End

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Von: Vanessa Moesch

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Ein Kabel verbindet ein E-Auto mit einer Ladesäule. In der Wallfahrtsstadt werden immer mehr Fahrzeuge von Elektromotoren angetrieben.
Ein Kabel verbindet ein E-Auto mit einer Ladesäule. In der Wallfahrtsstadt werden immer mehr Fahrzeuge von Elektromotoren angetrieben. © Symbolfoto: Sebastian Kahnert/dpa

Nachdem ein Paar aus Warburg am Sonntag mit ihrem E-Auto wegen eines fast leeren Akkus in eine Notlage gerät, greifen mehrere Bad Sassendorfer beherzt ein.

Bad Sassendorf – Die freundliche Bad Sassendorfer Art erfuhr am Sonntag ein Paar aus Warburg. Ulli Schnitter und Henry Laforet wollten eine Radtour am Möhnesee machen und befuhren dafür mit ihrem E-Auto die A44. Kurz vor Erwitte bemerkten sie, dass die Akkus nur noch zu zehn Prozent gefüllt waren. Eine nahe Ladesäule in Bad Sassendorf bot sich an. Nach dem Anschließen absolvierte das Paar die Radtour, doch als sie zurückkamen, hatte die Ladung nicht funktioniert.

Der Versuch an anderen Ladesäulen scheiterte ebenfalls. Eine aufmerksame E-Autofahrerin kam zu Hilfe und zeigte dem Paar zwei weitere Ladestationen und bot zudem an, ihre private Wallbox im Notfall bereitzustellen. An der letzten Ladestation klappte es schließlich und die Dame brachte das Paar gegen 19 Uhr zum Hotel Restaurant „Haus Rasche“, da der Ladevorgang knapp zwei Stunden dauerte. Der freundlichen Bedienung berichteten sie von ihrem Erlebnis.

Ausflug war ohne Abendessen geplant

Da das Paar den Ausflug ohne Abendessen geplant hatte, hatte es wenig Geld dabei und bestellte entsprechend. Die Geschichte des Paares verbreitete sich rasend schnell im Restaurant, sodass auch der Chef Thomas Neugebauer davon erfuhr. „Die beiden hatten 46,52 Euro dabei, haben für 44,70 Euro bestellt und gaben den Rest ihres Geldes als Trinkgeld“, erklärt Neugebauer. Dieser bot Ulli Schnitter und Henry Laforet das „Du“ an, ließ ihnen zwei Obstler auf Kosten des Hauses servieren und gab den beiden noch zwei Crème Brûlée, um den Kummer abzumildern.

„Sie befanden sich in einer Notlage, da ist es selbstverständlich, dass man hilft“, erklärt Neugebauer. Anschließend zeigte er ihnen zwei Ladesäulen an seinem Hotel und bat das Paar, noch einmal wiederzukommen und Bad Sassendorf neu zu erleben. Ulli Schnitter und Henry Laforet werden so nicht das Ärgernis Ladesäule in Erinnerung behalten, sondern die freundlichen Menschen von Bad Sassendorf.

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