Lange Reihe vom Kindergarten in Richtung Kirche:

Kinder verwandeln Steine in Kunst

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Lust auf bunte Kunst: Sofia, Ella, Leo und Emma haben gerne mitgemacht beim Bemalen der Steine.

Sie liegen gleich neben dem Fußweg zwischen Kindergarten und Kirche. Viele. Sehr viele. Und sie sind alle ganz unterschiedlich.

Einer rund und mit einem Regenbogen bemalt, der nächste mit bunten Punkten übersät und wieder ein anderer mit dem Namen des Künstlers obendrauf. Was sie gemeinsam haben? Alle sind Steine. Alle sind liebevoll von Kindern bemalt. Und alle liegen dicht an dicht hintereinander.

„Wir haben die Aktion zu Beginn der Corona-Zeit gestartet“, sagt Judith Rehborn als Leiterin des St.-Christophorus-Kindergartens in Ostinghausen. Die Idee, Steine zu bemalen und damit eine lange Reihe zwischen Kindergarten und Kirche zu bilden, sei sehr gut angenommen worden. Zunächst von den Kindern im Kindergarten, die mit viel Begeisterung ans Werk gegangen seien. „Aber dann kamen immer neue Steine dazu“, sagt Judith Rehborn. „Wir wollten den Kindern eine schöne Beschäftigung für die Zeit zu Hause geben“, sagt die Leiterin. Und natürlich hätten viele beim Auslegen der Steine die Chance genutzt, „mal eben über den Zaun zu winken und zu gucken, was hier im Kindergarten passiert.“

Bilder und Botschaften: Ob sich hier wohl eine Mama mit eigenen Ideen eingeschlichen hat?


Inzwischen haben ganz offensichtlich viele Kinder auch außerhalb des Kindergartens Gefallen gefunden am Bemalen der Steine. Einige bunte, große Pflastersteine liegen nun ebenso in der Reihe wie solche mit Botschaften wie „Alles wird gut“, „Man ist nie zu klein, um großartig zu sein“ oder „Gemeinsam sind wir stark“.

Und wird tatsächlich alles gut? Das Ziel, eines Tages eine durchgehende Stein-Reihe bis zur Kirche bewundern zu können, ist inzwischen zur Hälfte erreicht. Klar: Während der Sommerferien und ganz besonders während der letzten heißen Tage erlahmte die Lust am Malen ein wenig.

Mehr als 300 Steine dürfen die Besucher inzwischen begutachten. Und es dürfen noch mehr werden. „Das Angebot steht. Wer Lust hat, darf weiter machen“, heißt es aus dem Kindergarten. Und auch drinnen wird weiter gemalt. Immer wieder bringen Kinder einen besonders schönen Stein mit – und bemalen ihn unter Anleitung der Erziehrinnen im Werkhaus mit speziellen Farben. Voller Stolz legen die Kleinsten dann ihre Kunstwerke ganz nach vorne in die Reihe. Inzwischen ist der Abstand zur Kirche schon kürzer als der zum Kindergarten. 

Und es gehen Schätzungen um, wann der letzte Stein die Reihe hin zur Kirche beenden wird – und welcher kleine Künstler wohl den Schlussstein gestalten wird.

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