Tag der offenen Baustelle

Erste Einblicke: Besucher sind gespannt auf neue Sole-Therme

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Die Informationstour führte unter anderem zum Gradierwerk und zum Ruheraum.

Bad Sassendorf – Das Wasser schwappte leise gegen den Beckenrand, als Bürgermeister Malte Dahlhoff der ersten Besichtigungsgruppe am „Tag der offenen Baustelle“ die Funktion des neuen Schwebebeckens erklärte, das künftig mit hoch konzentrierter Sole des Gradierwerks genutzt wird. 

„Das sieht toll aus, da möchte man am liebsten gleich hinein“, bekam ein Besucher schnell Lust, die Attraktion im neuen Außenbereich der Saunalandschaft auszuprobieren.

„Schweben wie im toten Meer“ bleibt nicht nur den Saunabesuchern vorbehalten. „Morgens in der Zeit von 8 bis 9 Uhr und beim Mitternachtsschwimmen wird das Schwebebecken auch den Besuchern des Thermalbades zugänglich sein“, versprach Dahlhoff. 

Wie schon beim ersten Tag der offenen Baustelle im März fanden sich auch am Sonntag wieder etliche Gäste aus nah und fern ein, die sich für den Fortschritt der Bauarbeiten vor Ort interessierten. „Da hat sich ja eine Menge getan“, staunten sie. In drei Gruppen begleiteten Bürgermeister Malte Dahlhoff, Thermalbad-Geschäftsführer Hans-Peter Vogelhofer und Landschaftsarchitekt Sven Peuker die Besucher den ganzen Nachmittag über durch das Gelände zur Sauna im Stil einer Siedehütte und weiter zum Ruheraum.

Nach den Regenschauern am Vormittag wären Gummistiefel angebracht gewesen – doch die Gäste störten sich nicht an ein wenig Matsch und marschierten stammen Schrittes zwischen Mäuerchen, Terrassen und künftigen Grünflächen über die Baustelle. Die schlechte Witterung verhinderte allerdings das Begehen des Ruheraumes und des Gradierwerks, sodass nur der Blick von außen blieb. 

Bürgermeister Malte Dahlhoff erklärte den Gästen die Funktion des neuen Schwebebeckens.

Der großzügige Ruheraum besticht durch seine helle Atmosphäre und Gestaltung mit viele Liebe zum Detail. Ein Stück Holzbohle vom alten Gradierwerk, dekoriert mit etwas Schwarzdorn, erinnert an vergangene Zeiten. Das Anschauen der Siedehütte, die von außen wie eine kleine Kapelle wirkt, war wegen der Innenarbeiten auch nur durch den Blick hinein auf den glühenden Ofen möglich. Im Türmchen befindet sich eine Glocke, die zum Erstaunen der Besucher funktionsfähig ist und künftig vor jedem Aufguss läuten soll. Pfarrer Uwe van Raay segnete das kleine Läutewerk bereits und taufte es auf den Namen Alfons: „Die Glocke ist dem langjährigen technischen Leiter des Bades, Alfons Meck, gewidmet“, erklärte Malte Dahlhoff. Noch in diesem Monat soll die Sauna in Betrieb genommen werden. 

Mit viel Interesse schauten sich die Gäste im Bereich des neuen Gradierwerks um und bewunderten die Gestaltung. Für Saunagäste wird es künftig ein Vergnügen sein, auch auf hoher Ebene des Bauwerks zu wandeln und den schönen Ausblick zu genießen. Hinter den Bauzäunen entsteht eine interessante Saunalandschaft, die spätestens im kommenden Jahr blühen soll. „Mit Gras, Hortensien, Bäumen und hier und da bunten Blumenbeeten“, berichtete der Bürgermeister. Hier und da lassen kleine Bäumchen zwischen verschieden großen Terrassen, Steinflächen und Treppen schon jetzt erahnen, wie der Bereich einmal aussehen wird.

Technikbereich wird erneuert

Zum Ende der Begehung durften die Gruppen den Fortschritt der Bauarbeiten am Innenbecken des Thermalbades begutachten, die zügig vorangehen. Mitte Dezember soll auch hier wieder geschwommen werden. Um nicht in Kürze eine erneute Bauphase einläuten zu müssen, wird der veraltete Technikbereich im Keller des Bades vollkommen erneuert und eine Dachsanierung vorgenommen. Fragen, ob die Gemeinde insgesamt im Zeitplan liegt, konnte Malte Dahhoff positiv beantworten – hin und wieder habe es jedoch „Überraschungen“ gegeben, im Großen und Ganzen sei der Um- und Neubau aber planmäßig gelaufen.

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