Norovirus: Erkrankungswelle in Klinik Wiesengrund beendet

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So sehen Noroviren unter dem Elektronenmikroskop aus. In der Klinik Wiesengrund gab es etwa zehn Erkrankungsfälle.

Bad Sassendorf - Die Zahl der Norovirus-Infektionen ist in diesem Winter höher als sonst und  der Verlauf ist oftmals schwerer: Betroffen war davon Ende Januar bis Anfang Februar auch die Klinik Wiesengrund. Inzwischen ist die Erkrankungswelle überstanden.

Seit Montag gilt der Ausbruch in der Reha-Einrichtung offiziell als beendet. Vom 21. Januar bis zum 7. Februar waren mehrere Erkrankungen durch Norovirus festgestellt worden, insgesamt etwa zehn Fälle sind durch Laboruntersuchung bestätigt, berichtete Wilhelm Müschenborn, der Pressesprecher des Kreises Soest. 

Entgegen anderslautender Gerüchte war das Personal der Klinik allerdings weitestgehend nicht von der Krankheitswelle betroffen. Das erklärte Klinik-Chefarzt Dr. Stefan Kothe auf Nachfrage. Lediglich eine Mitarbeiterin, die besonders intensiv mit den an Brechdurchfall erkrankten Patienten zu tun hatte, habe es am Ende der Infektionswelle doch noch erwischt. Darin sah Kothe auch einen Beleg dafür, dass die Hygienemaßnahmen im Wiesengrund grundsätzlich gut funktionieren. Wie der Mediziner erläuterte, reisen die Patienten der Reha-Klinik oft bereits mit Norovirus-Infektion an, wenn sie von den Akutkrankenhäusern kommen. 

Ein Problem bestehe auch darin, dass viele Patienten sich trotz einschlägiger Symptome nicht melden. Im Fall des Falles werden Patienten mit Verdacht auf Norovirus für drei Tage isoliert, sie dürfen dann ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Zudem werden in der Wiesengrundklinik sofort konsequent Stuhlproben untersucht. Auch nach den drei Tagen Isolierung werden für die betreffenden Patienten bestimmte Hygienevorschriften aufrecht erhalten, indem sie beispielsweise ausschließlich ihre zimmereigenen Toiletten benutzen. 

Weil es in diesem Winter neben Norovirus auch auch noch eine Grippewelle gibt, hält die Wiesengrundklinik derzeit an den verstärkten Hygienemaßnahmen fest. Kothe: „Das Norovirus haben wir hinter uns, aber die Grippewelle haben wir vor uns.“ Erkrankungswellen mit Brechdurchfall durch Noroviren gibt es immer wieder, so waren in der Klinik Lindenplatz im Juli vergangenen Jahres neun Fälle festgestellt worden.

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