Nitratbelastung des Grundwassers lässt Wasserpflanzen sprießen

Dicke Algenteppiche schwimmen auf den Kurparkteichen

Einige dutzend Quadratmeter groß ist der Algenteppich am Nordende des großen Teichs.
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Einige dutzend Quadratmeter groß ist der Algenteppich am Nordende des großen Teichs im Kurpark.

Kaum wird es Frühling, schon gedeihen auch die Algen in den Gewässern des Kurparks wieder übermäßig. Dicke grüne Algenteppiche haben sich dank der „Algenblüte“ auf dem Kurparkteich und auf dem Ablauf des neu gestalteten Quellteichs nördlich der Adventure-Minigolfanlage gebildet.

Bad Sassendorf - Je nach Windrichtung treiben die Algenteppiche auf dem großen Teich an dem einen oder dem anderen Ende, bei dem kleinen Teich stauen sich die unliebsamen Wasserpflanzen vor dem eingebauten Wehr. Dass beide Gewässer gleichermaßen von dem Algenwachstum betroffen sind, legt nahe, dass das Ausbaggern des großen Teichs im vergangenen Jahr die Nährstoff-Fracht des Wassers allein nicht beseitigen konnte.

Bei dem neu gestalteten Quellteich an der Wiesenstraße staut sich der Algenteppich vor der Staustufe vor dem Ablauf.

Bürgermeister Malte Dahlhoff erläuterte denn auch auf Nachfrage, dass die hohe Nitratbelastung des von der Haar herab strömenden Grundwassers das Algenwachstums begünstige. Im Laufe der Woche sollen jedoch die Lüfter und die Wasserspiele des großen Teichs in Betrieb genommen werden, um den Sauerstoffgehalt des Wassers zu fördern. Neben den Düsen an der neuen Treppenanlage am Südufer ist zusätzlich eine neue Wasserschütte im Bereich des Kurpark-Pyramide geplant.

Die Kollegen des Bauhofs würden zudem versuchen einen Teil des Algenteppichs abzuschöpfen. Dies sei zwar mühselige Handarbeit, aber immerhin gebe es mit den neu geschaffenen Stufen an den beiden Enden des großen Teichs inzwischen immerhin die Möglichkeit, vernünftig an die Algenschichten heran zu kommen.

Übermäßiges Algenwachstum wird durch einen hohen Gehalt an Nährstoffen und Kohlenstoffdioxid sowie kräftige Lichteinstrahlung begünstigt. Die Algenteppiche sehen nicht nur unschön aus, sie können auch die Ökologie in einem Gewässer gefährden. Wenn die Wasserpflanzen absterben und auf den Grund sinken, werden sie von Bakterien abgebaut, die dabei Sauerstoff verbrauchen. Dies kann zur Folge haben, dass der Sauerstoff aufgezehrt wird, dann können anaerobe Zersetzungsprozesse in Gang kommen, die giftige Gase verursachen, man spricht dann von einem „Umkippen“ des Gewässers.

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