Neues Gradierwerk: Ersten Probelauf mit Bravour absolviert

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Probelauf geglückt, die Sole läuft, wie Ralf Bernzen (Mitte) vom Bauhof der Gemeinde beweist. Über den reibungslosen Probebetrieb freuen sich zudem (von links) Installateur- und Heizungsbauermeister Christopher Glade von der Firma KTM, Milan Salmanel von der Firma ISW Ingenieur GmbH, Bauingenieurin Bernadette König von der Gemeinde sowie Thomas Scheller von Elektrotechnik Scheller.

Bad Sassendorf – Ein bisschen müssen sich die Liebhaber des Gradierwerks im Kurpark noch gedulden, aber einen besonders wichtigen Schritt zur Fertigstellung hat der Neubau inzwischen genommen. Für einen ersten Probelauf trafen sich Architekt Peter Grund aus Kassel, Vertreter der Gemeinde und die Mitarbeiter der beteiligten Firmen am Mittwochmittag. „Angestellt und läuft!“, so fasste Bauingenieurin Bernadette König von der Gemeinde das Ergebnis kurz und bündig zusammen.

Sehr zufrieden mit dem Probelauf äußerte sich auch Peter Grund von dem Büro GGS Architekten aus Kassel, der das Gradierwerk konstruiert hat: „Die Technik läuft vorbildlich, ein ganz feiner, ruhiger Lauf der Anlage, nicht zu stark, nicht zu schwach.“ In dem Zusammenhang lobte Grund insbesondere das Zusammenspiel zwischen den beteiligten Firmen und der Gemeinde. 

Mit der später anlaufenden Dauerberieselung mit Sole muss sich noch einiges einspielen, die trockenen Schwarzdornzweige und die Balken des Ständerwerks aus Lärche werden sich dann mit Sole vollsaugen und einen stabilen Zustand erreichen, immerhin konserviert die Sole das Holz gleichzeitig, so Architekt Grund. Mit dem Probebetrieb wurde zudem noch so manche Vereinreinigung abgespült, der eine oder andere Dröppelhahn saß prompt mit Sägespänen zu, aber das ist leicht behoben. 

Bald hat der Sole-Kurort wieder ein funktionierendes Gradierwerk, die Sole rieselt und tropft im Probebetrieb zur Zufriedenheit von Architekt Peter Grund über die Schwarzdornwände herab.

Wie so mancher Bad Sassendorfer freut sich auch Architekt Grund, der sich seit zehn Jahren auf den Bau von Gradierwerken spezialisiert hat, schon auf die Fertigstellung. Immerhin werde das Erlebnisgradierwerk mit Wandelgängen auf verschiedenen Ebenen unterschiedlich intensive Zonen mit Reizklima bieten. Allein der Temperaturunterschied zwischen der bei starker Sonneneinstrahlung heißen Süd- und der kühlen Nordseite könne acht bis zehn Grad Celsius ausmachen. 

Bis die Anlage in den Dauerbetrieb gehen kann, müssen in den nächsten Wochen noch einige weitere Arbeiten fertig werden, die Zimmerer sind im Inneren des Bauwerks noch zu Gange, an den Rieseltischen, die die Sole in die Auffangrinnen leiten, sind einige Details fertig zu stellen, außerdem soll die tröpfelnde Sole noch so um die holzverkleideten runden Durchlässe geleitet werden, dass Passanten nicht nass werden. 

Der Vorbau am südöstlichen Ende und die Pergola auf der Nordseite des Gradierwerks können hingegen auch fertiggestellt werden, wenn die Saline an sich bereits läuft, so Bernadette König. Wann genau die neue Anlage in den Dauerbetrieb geht, ist noch offen, bis zum Gradierwerkleuchten im November sollte es aber so weit sein.

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