Ein ganz neues Kurparkgefühl wird langsam Realität

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Auf der Wiese am Gradierwerk steht jetzt der japanische Schnurbaum, der am Samstag bei bestem Wetter bewässert worden ist.

Bad Sassendorf – Der neue Kurpark in Bad Sassendorf nimmt Gestalt an: „Im kommenden Jahr wird es in den Beeten bis in den Herbst hinein grünen und blühen.“

Bürgermeister Malte Dahlhoff und Landschaftarchitekt Klaus Schulz nahmen den Herbstmarkt im Kurpark zum Anlass, die Gartenspange unterhalb des neuen Gradierwerks, die vor einigen Tagen vom Bauzaun befreit wurde, zu eröffnen. Jetzt wurde gemeinsam mit interessierten Bürgern auf das gelungene Werk angestoßen. Dahlhoff wies besonders auf die neu gepflasterten Wege hin, die hundertprozentig barrierefrei seien. „Das Pflaster hat eine gelenkschonende Wirkung, Sehbehinderte können sich an den dunkel abgesetzten Rändern, Blinde an einer kleinen Kante orientieren. Gäste mit Rollator oder Rollstuhl passieren die Wege problemlos. Die Zeit der roten Schuhe nach regenreichen Tagen oder im Winter gehört damit der Vergangenheit an.“ 

Dass die Arbeiten an der Gartenspange einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen haben, führte er auf die Installation von Versorgungsleitungen, einer Ableitung für das Regenwasser sowie eines Kanalanschlusses im Erdreich zurück. Die Flächen der Gartenspange, so Dahlhoff, könne im kommenden Jahr auch für eine Ausweitung der Märkte genutzt werden, die im Kurpark stattfinden. 

Landschaftsarchitekt Klaus Schulz schürte die Spannung auf eine farbenfrohe Augenweide im nächsten Jahr. „Die Beete werden mit Gehölzen, Zwiebelgewächsen, Sommerblumen bis hin zu Astern bepflanzt. Wundern Sie sich nicht, wenn es zunächst aussieht wie Salatbeete. Das ändert sich aber.“ Damit die Gäste am Rande der Blütenpracht verweilen können, erhalten die Mäucherchen, die die Beete säumen, in Kürze noch Holzauflagen. Eine Eibe musste der Gartenspange weichen. „Dafür ist jetzt der Blick auf einen schönen Spitzahorn und eine Eichengruppe bis hin zum Hof Hueck frei“, machte der Fachmann auf eine neue, interessante Sicht auf die altehrwürdigen Baumriesen des Kurparks aufmerksam. 

Zum Herbstmarkt passte am Samstag auch der „Tag des Baumes“, der wechselweise in den Ortsteilen der Gemeinde Bad Sassendorf stattfindet. In diesem Jahr hatte der Ausschuss für Landschaftspflege und Umwelt den Zentralort auserkoren. Das hatte einen ganz bestimmten Grund. Ortsvorsteherin, SPD-Ratsfrau und Gästeführerin Gundula Saxer verzichtete anlässlich eines runden Geburtstags im vergangenen Jahr auf Geschenke und bat stattdessen um einen Baum, den sie der Gemeinde für den Kurpark spenden wollte. Sie entschied sich für einen japanischen Schnurbaum, einen sogenannten Schmetterlingsblütler, der bei den Bienen sehr beliebt ist. Das Gewächs ähnelt der Robinie, treibt creme-weiße Blüten, die anschließend Früchte bilden. „Er mag die Hitze im Sommer und den Frost im Winter“, schilderte sie die Vorlieben des Baumes, der seinen Platz auf der Wiese am Gradierwerk fand. 

Bürgermeister Malte Dahlhoff bedankte sich bei Saxer für die Spende und versprach, dass jeder Baum im Kurpark, der gefällt werden musste oder den Stürmen zum Opfer fiel, ersetzt werde. Das neue Exemplar wurde anschließend ausreichend von den Vertretern der Ratsfraktionen CDU, SPD, BG und FDP begossen.

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