Neuer Kalender zeigt den Wandel des Kurortes

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Ferdinand Aßhoff von der Bezirksregierung Arnsberg (vorne, von links), Heike Schulze-Gabrechten, Jessica Hafer-Mönkebüscher vom Ortsmarketing sowie der Museumsleiter der „Westfälischen Salzwelten“, Dr. Oliver Schmidt (hinten, von links), Bürgermeister Malte Dahlhoff und Ortsheimatpfleger Volker Kneisel präsentieren den neuen Bad Sassendorf-Kalender.

Bad Sassendorf -  Der Kalender „Bad Sassendorf Metamorphosen 2016“ ist neu erschienen. Er lässt historische Fotos des Kurortes mit dem aktuellen Erscheinungsbild verschmelzen.

Ein Projekt, das gleichzeitig die Zukunft Bad Sassendorfs stärken soll: Denn der Erlös fließt in den Erhalt des Gradierwerkes.

„War die gute alte Zeit wirklich so schön? Wie sieht es mit der farbenprächtigen Gegenwart aus?“ – Diese Fragen stellt Ortsheimatpfleger Volker Kneisel im Vorwort. Antworten darauf sollen die Bad Sassendorfer mithilfe des Kalenders selbst finden.

Das Titelbild verrät bereits, welche Idee hinter der Aktion steckt: In einer Fotomontage ist sowohl das Gradierwerk III um 1913 dargestellt, gleichzeitig ist aber auch die heutige „Saline“ von 1960 mit Sitzbänken zum Inhalieren zu sehen. Diese ist für den Kurbetrieb aus Resten des abgebrochenen Gradierwerks IV erbaut worden.

Anfang des Jahres ist Heike Schulze-Gabrechten an Ortsheimatpfleger Kneisel heran getreten, um historisches Bildmaterial in einer Kalenderreihe für Einheimische und Gäste öffentlich zu machen. Das „alte Bad Sassendorf“ sollte so wieder stärker ins Bewusstsein gerückt werden.

Begrenzte Auflage von 300 Exemplaren

Unterstützung bei der Umsetzung bekam das Duo von Jessica Hafer-Mönkebüscher vom Ortsmarketing. Sie verwirklichte den Vorschlag von Kneisel, die Bildpaare von „gestern“ und „heute“ gegenüber zu stellen und fließende Übergänge zu schaffen.

300 Exemplare wurden inzwischen gedruckt. Zu den ersten Käufern gehörte Bürgermeister Malte Dahlhoff. Er bezeichnete den Kalender als „Salzspuren zum Mitnehmen“. Denn genauso wie beim neuen Ortsrundgung geht es auch im Kalender um die Verbindung von Moderne und Vergangenheit und die Identifikation der Bewohner mit dem Kurort.

Je 15 Euro kostet ein Kalender. Auf Wunsch der Initiatoren wird der Erlös aus dem Verkauf an den Förderverein „Westfälische Salzwelten“ mit der Zweckbindung „Gradierwerk“ gespendet.

Nachdem der Verkauf nun gestartet ist, blicken die Verantwortlichen auch schon in die Zukunft. Denn der Kalender soll den Startschuss für eine ganze Reihe geben. „Wir sind kaum zu stoppen“, sagt Heike Schulze-Gabrechten. Dafür brauchen sie aber auch die Unterstützung der Einheimischen.

Wer beim Durchforsten des Kellers auf alte Fotos des Kurortes stoße, solle die auf keinen Fall wegwerfen, sagt Schulze-Gabrechten. Stattdessen nimmt Beate Westermann von der Gemeindeverwaltung solche Bilder an (Telefon: 02921/50526, E-Mail: B.Westermann@bad-sassendorf.de).

Auch Bildpostkarten bis in die 70er- und 80-Jahre und die passenden Geschichten dazu werden gesucht. In der nächsten Ausgabe des Kalender sollen so auch zusätzlich die Ortsteile von Bad Sassendorf einbezogen werden.

Die Fotos des aktuellen Kalenders stammen unter anderem aus dem Nachlass des verstorbenen Ortsheimatpflegers Ernst Wulfert. Text- und Bildmaterial bekamen die Initiatoren zudem von Friedrich-Wilhelm Jenchen.

Der Kalender liegt ab sofort in der Gäste-Information Bad Sassendorf im Haus des Gastes, in den „Westfälischen Salzwelten“, in der Bücherstube Ellinghaus und im Haus der Geschenke Piepenbreier zum Verkauf aus.

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