Neuengeseker Kirche wird für Monate zur Baustelle

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Die Kirche in Neuengeseke wird aktuell renoviert - die Restaurierung wurde wegen der Corona-Krise vorgezogen.

Von der unfreiwillig gottesdienstfreien Zeit profitieren die Neuengeseker (zumindest ein bisschen): Die Restaurierung ihrer Kirche hat früher begonnen als geplant.

Neuengeseke – Mitte März wurde in der Neuengeseker Kirche der letzte Gottesdienst gefeiert, danach hieß es auch für die Kirchengemeinden: Keine Veranstaltungen mehr, keine Kontakte mit mehr als zwei Personen. 

Von da an öffnete Pfarrer Woesthoff die alte romanische Kirche täglich von morgens bis abends, um den Menschen die Möglichkeit für Stille und Gebet zu geben. Auch das ist seit vergangener Woche nicht mehr möglich. Eine ursprünglich für Ende April geplante Hochzeit wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben und so kam man in Neuengeseke auf den Gedanken, den Beginn der lang geplanten Innenrestaurierung des Gebäudes vorzuziehen. 

„Der Orgelbauer hatte innerhalb von zwei Tagen unsere ganze Orgel auseinandergebaut und ich war davon beeindruckt, wie viele hölzerne und metallene Orgelpfeifen in so einem Instrument stecken“, berichtet der Neuengeseker Pfarrer. Die Orgel wird zunächst beim Orgelbauer eingelagert, bis der an die Reinigung und Instandsetzung der vielen Teile gehen wird. 

Auch das Team der Paderborner Firma ars colendi hat umgehend mit dem Ausräumen des Kirchenraumes begonnen. Die langen eichenen Kirchenbänke wurden eingelagert und die mobilen Teile wurden von den Wänden und aus der Sakristei zumeist ins Gemeindehaus gebracht. 

„Nun beginnt der nächste Abschnitt“, beschreibt Woesthoff. „Unser Altar, die Kanzel und der Kanzeldeckel und auch das Taufbecken werden eingehaust.“ Eine schützende Hülle passgenau für die historische Ausstattung der Kirche wird von den Mitarbeitern der Renovierungsfirma geschaffen. Woesthoff ist beeindruckt davon, wie man den leeren Kirchenraum neu wahrnehmen kann: „Wer sich traut, mal ganz alleine hier zu singen, erlebt die wunderbare Akustik unserer Kirche.“

Eine Renovierung dauert Monate. Die Neuengeseker hoffen aber, den Advent in ihrer neu renovierten Kirche feiern zu können. Wenn wieder Gottesdienste stattfinden dürfen, dann ist das Gemeindehaus vis-à-vis der Kirche schon dafür bereit. Im Presbyterium war man sich aber einig, dass die Jubiläumskonfirmation auf jeden Fall in der Kirche gefeiert werden sollte. So wird das Jubiläum nicht im September, sondern zu Beginn des neuen Jahres begangen.

 In der unfreiwillig gottesdienstlosen Zeit verfasst Woesthoff einen wöchentlichen Gemeindebrief, in dem er seine Gemeindeglieder mit einer kurzen Andacht und Informationen aus dem Gemeindeleben versorgt. Er wird in den Aushangkästen der umliegenden Orte veröffentlicht. Der Gemeindebrief kann auch per Email versendet werden. Dazu können sich Interessierte bei Ute Schulte-Overbeck unter 02927/1212 melden.

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