Neue Museumspädagogin der Salzwelten

Jeanette Metz (30) setzt auf Wissensvermittlung mit Spaß

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Einsatz an der Schausiedepfanne: Museumspädagogin Jeanette Metz verstärkt seit kurzem das Team der Westfälischen Salzwelten um Leiter Dr. Oliver Schmidt.

Bad Sassendorf - Die neue Museumspädagogin der Westfälischen Salzwelten zieht nach drei Monaten eine erste Zwischenbilanz.

Sole, Salz und Bäderwesen: Die drei Aspekte gehören zur Entwicklung Sassendorfs vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Deshalb sind dies auch zentrale Aspekte in den Westfälischen Salzwelten. Wie man diese vermeintlich drögen Themen den Besuchern nahebringt, das gehört zu den Aufgabenbereichen der neuen Museumspädagogin Jeanette Metz.

Und bei dieser Arbeit geht es durchaus um mehr als ein wenig Kinderbespaßung, sagt die 30-Jährige. „Man muss schon genau gucken, wer kommt und das passende anbieten.“

Schließlich ist das Erlebnismuseum auf ganz unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet wie Kinder, Familien, Kindergärten, Grundschulen oder weiterführende Schulen. Ein wichtiges Themenfeld sind dabei die sogenannten Mint-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. 

Der Bau eines Solarmännchens beim VDIni-Club steht dafür als ein Beispiel, das mit Photovoltaik und Salzbatterie einen Bogen zu dem zentralen Thema der Salzwelten schlägt. Angebote aus dem MINT-Bereich oder die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Soest bei der Initiative Zukunft durch Innovation seien daher ein wichtiger Kanal zu den Schulen, erlklärt Dr. Oliver Schmidt, der Leiter der Salzwelten.

Seit April ist Jeanette Metz, bereits in den Salzwelten im Einsatz, weil Vorgängerin Saskia Lippold schwanger geworden ist. Nach dem Studium von Volkskunde und Skandinavistik in Kiel und der praktischen Ausbildung in einem Freilichtmuseum in Oberschwaben sind die Salzwelten für Metz die erste berufliche Station. 

Bei ihrer Arbeit kann sie auf die Entwicklungen ihrer Vorgängerinnen Saskia Lippold und Anne Wieland aufbauen. Eigene Schwerpunkt möchte Metz aber auch setzen: „Als Volkskundlerin finde ich gerade das Badewesen sehr interessant.“

Dass sie damit interessante neue Aspekte einbringen kann, ergänzte Museumsleiter Schmidt. Im dritten Betriebsjahr seien die Salzwelten nach wie vor im Aufbau begriffen, neben etablierten Veranstaltungen gelte es weiterhin, gerade für die dunklen, besucherschwachen Monate interessante Angebote zu entwickeln. Vorgesehen ist daher eine Sonderausstellung mit Kindern als Zielgruppe ab November und für 2018 sind „Feuerwelten“ ein Extrathema.

Die Besucherentwicklung im laufenden Jahr bezeichnete Schmidt als sehr gut: „Seit Mai ist Vollsaison, derzeit brummt der Laden.“

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