Servicewohnen an der Rosenau: Caritas weist Kritik an Mietpreisen zurück

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In dem Neubau Ecke Alleestraße/Mörikestraße sind die meisten Wohnungen schon belegt, Leser kritisieren, dass sie für Durchschnittsrentner nicht bezahlbar seien.

Bad Sassendorf.  Alles neu, schöne Aussicht und ein tolles Bad: Insofern ist das neue Domizil prima. Ob man aber von „bezahlbarem“ Wohnraum sprechen kann, stellen Leser in ihren Reaktionen auf den Artikel „Die ersten Mieter wohnen schon“ über das Servicewohnen an der Rosenau in Frage.

Ein Leser, der seit einiger Zeit in dem vom Caritaverband im Kreis Soest betreuten Wohnkomplex in der Alleestraße wohnt, macht folgende Rechnung auf: Die Kaltmiete für rund 60 Quadratmeter beträgt fast 700 Euro, hinzu kommen etwas mehr als 200 Euro für Heizung und Nebenkosten, außerdem werden pauschal 90 Euro Betreuungskosten fällig. Unterm Strich machen diese gerundeten Beträgen fast 1 000 Euro für die Zweizimmerwohnung mit offener Küche, Diele, Bad und Aufzug. Für Durchschnittsrentner seien diese Wohnungen kaum bezahlbar, folgert ein Leser. 

Axel Bohnhorst, Regionalleiter des Caritasverbands, weist diese Kritik zurück. Was bezahlbar ist, werde sicher jeder individuell definieren. Berücksichtigen müsse man aber, dass die Wohnungen nagelneu sind sowie barrierefrei und attraktiv gestaltet seien. Dass es für die Betreuungskosten keine Gegenleistungen gebe, lässt Bohnhorst ebenfalls nicht gelten. Hier sei zu bedenken, dass die Angebote wie Vorträge und Veranstaltungen für die Bewohner noch anlaufen müssen: „Wir fangen ja gerade erst an.“ 

Sowohl die Caritas-Sozialstation als auch das Projekt Dreiklang mit besonderen Leistungen und Hilfestellungen für Senioren sollen an der Alleestraße ebenfalls integriert werden. Zudem verwies Bohnhorst darauf, dass die Wohnungen kurz nach Fertigstellung fast alle bereits vermietet sind: „Von daher können wir so falsch nicht liegen.“ Auf dem Wohnungsmarkt werden „seniorengerechte Wohnungen“, ebenfalls inklusive Betreuungsangeboten und Dienstleistungen, aktuell ebenfalls für eine Kaltmiete von etwas mehr als zehn Euro pro Quadratmeter angeboten. Wohnungen in einschlägigen Senioreneinrichtungen mit gehobenem Standard und dazu buchbaren Service- und Pflegeleistungen können auch noch erheblich teurer sein. Ein Blick auf die Immobilienangebote im Internet relativiert die Kritik also durchaus.

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