Mehr Natur für die Rosenaue

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Die Rosenau, hier unterhalb des Schönungsteichs der Kläranlage, ist zwischen Sassendorf und Weslarn stark begradigt worden. Jetzt soll der Bach renaturiert werden.

BAD SASSENDORF -  Die Rosenaue soll zwischen Sassendorf und Weslarn naturnäher gestalten werden. Dazu soll ein Abschnitt des Bachlaufs in den kommenden Wochen im Zuge von Baggerarbeiten Steilufer und Tiefwasserzonen erhalten. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich noch in dieser Woche beginnen.

Diese Baggerarbeiten zur Renaturierung der Rosenaue sind allerdings vom Wetter abhängig, wie der Kreis Soest in einer Pressemitteilung berichtet. „Ziel ist es, dem Fluss in diesem Bereich eine natürliche Gewässerstruktur zu verleihen wie Steilufer, Totholz, Flach- und Tiefwasserzonen“, so Annette Kühlmann, die zuständige Landschaftsarchitektin beim Kreis. Auf dem Plan steht die Neugestaltung eines etwa 50 Meter langen Gewässerlaufs. Hierzu wird zunächst auf der westlichen Uferseite gebaggert, so dass der Fußweg zwischen Weslarn und Bad Sassendorf nicht betroffen ist. Um ein Steilufer und den neuen Gewässerlauf anzulegen, werden auf der westlichen Seite einige Bäume und Hecken entfernt, die Teilweise als sogenanntes Totholz später in das Gewässer eingebaut werden. Das Totholz dient Fischen und anderen Gewässerlebewesen als Unterstand, Lebensraum und Nahrungsquelle.

Der neu gestaltete Gewässerlauf erhält die Form eines Kastenprofils, mit steilen Uferkanten. Dies ist die typische Form von lösslehmgeprägten Bächen in der Börde. Die alte Rosenaue wird auf einer Länge von zirka 20 Metern mit Erde verfüllt. „Zudem ist ein etwa 1,2 Meter tiefes Stillgewässer westlich des Altarms geplant“, erklärt Kühlmann.

Bis zur bewirtschafteten Ackerfläche bleibt ein Uferstreifen bestehen, auf dem sich im Rahmen der natürlichen Sukzession Gehölze entwickeln sollen. Dieser Streifen diene als Puffer zwischen Ackerfläche und Rosenau, so dass schädliche Gewässereinträge wie Pflanzenschutzmitteln verhindert werden.

In etwa zwei Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, wenn das Wetter es zulässt. Die Baumaßnahme ist ein Teil des Ahse-Projektes „Lebendige Bördebäche“, das der Kreis Soest gemeinsam mit der Stadt Hamm im gesamten Einzugsgebiet der Ahse umsetzt. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf zirka 30 000 Euro. Vom Land Nordrhein-Westfalen wird diese Maßnahme mit 80 Prozent bezuschusst. Hierzu liegt dem Sachgebiet Wasserwirtschaft ein Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg vor.

Weitere Informationen zum Ahse-Projekt gibt es auf der Internetseite des Kreises Soest.

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