SEK-Einsatz

Messerattacke nach Randale in Bad Sassendorf: Opfer in Lebensgefahr

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Das lebensgefährlich verletzte Opfer kam ins Krankenhaus, wurde dort auf der Intensivstation behandelt.

Bad Sassendorf – Die Durchsuchung einer Wohnung und die Festnahme eines Tatverdächtigen haben im Umfeld der Wilhelmstraße in Bad Sassendorf für Aufsehen gesorgt. Weil damit gerechnet werden musste, dass der Tatverdächtige bewaffnet ist, setzten die Ermittlungsbehörden auch ein Spezialeinsatzkommando ein.

Dieses SEK, das sich inklusive Rettungswagen und Notärzten in der Nähe des Einsatzortes bereit hielt, erregte bei den Anwohnern einige Aufmerksamkeit. 

Wie Oberstaatsanwalt Thomas Poggel von der Staatsanwaltschaft Arnsberg berichtete, ging es bei dem Einsatz um die Durchsuchung einer Wohnung in der Wilhelmstraße. Der tatverdächtige Wohnungsinhaber sei dabei zwar nicht angetroffen worden, habe sich jedoch der Polizei gestellt, nachdem er bemerkt hatte, dass die Wohnung durchsucht wurde.

Verdächtiger war in Haus eingedrungen

Anlass für diesen Einsatz war ein Vorfall, der sich in der Nacht von Montag auf Dienstag in einem Mehrfamilienhaus in Bad Sassendorf ereignete hatte. Der jetzt festgenommene Tatverdächtige hatte sich Zutritt zu diesem Haus verschafft und im Flur randaliert. 

Daraufhin sei er von Bewohnern aufgefordert worden, das Mehrfamilienhaus zu verlassen. Einer dieser Bewohner erlitt Poggel zufolge während der Auseinandersetzung eine Stichverletzung in den Bauch.

Opfer des Verdächtigen in Lebensgefahr

Wegen der lebensgefährlichen Verletzungen musste dieser Bewohner auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt werden. 

In der Folge wurde gegen den 34 Jahre alten Tatverdächtigen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen, zudem wurde in der Nacht zu Dienstag seine Wohnung in der Wilhelmstraße durchsucht.

Nachdem der Mann sich der Polizei gestellt hatte, wurde er in Haft genommen, im Verlauf des Mittwochnachmittags sollte er dem Haftrichter beim Amtsgericht Soest vorgeführt werden.

Das Strafmaß

Das Vergehen einer gefährlichen Körperverletzung wird mit einem Strafmaß zwischen sechs Monaten und zehn Jahren geahndet. Der Vorwurf sei mithin relativ erheblich, sagte Poggel. Zudem sei im vorliegenden Fall zu bedenken, dass das Opfer lebensgefährlich verletzt worden war.

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