Mammut-Projekt „Kurpark 3.0“ in Bad Sassendorf beginnt mit Verlegung der Abwasserleitung

Bad Sassendorf - Parks sind im Winter selten eine Augenweide. Das trifft derzeit besonders auf den südöstlichen Teil des öffentlichen Grüns im Kurort zu. Das liegt weniger an der Jahreszeit als vielmehr an den Erdarbeiten, die seit Wochen hier im Gange sind.

Der „Kurpark 3.0“ befindet sich in der ersten Bauphase. Wenn das Projekt in drei Jahren abgeschlossen ist, zeigt sich Bad Sassendorfs grüne Lunge mit völlig neuem Gesicht. 

„Bisher liegt alles im Zeitplan“, gibt sich Bürgermeister Malte Dahlhoff entspannt. 

Im Moment und wohl auch in den nächsten Monaten bestimmen die schweren Geräte der R+K Tiefbau GmbH aus Hamm das Bild. 

Um die Logistik zu ermöglichen, hat die Firma eine Baustraße zwischen „Café Brunnenhaus“ und Kurparkteich angelegt. 

Bereits im Vorfeld sind die Sitze der in die Jahre gekommenen Konzertmuschel abmontiert worden. 

Sie wird ebenfalls weichen. Den ersten Abschnitt bildet die Verlegung des Mischwasserkanals zwischen dem Café Brunnenhaus und dem Kurparkteich. 

Diese Kanalleitung steht den 600 000 Euro teuren Renaturierungsplänen schlicht im Weg, müsste für die Verlegung des Bachlaufs gequert werden, was wegen der Höhe der Kanalsohle aber nicht möglich ist. 

Der relativ betagte Kanal aus dem Jahr 1960 wandert in Richtung Wiesenstraße. 

Diese Maßnahme verläuft „quer“ durch das Areal der Minigolfanlage, die allerdings ohnehin in den Bereich des alten Konzertpavillons verlegt werden soll, um Platz für eine sich mehr schlängelnde Rosenau zu schaffen. 

Mit dem gleichen Ziel werden mehr als 60 Bäume bei einer der ersten Maßnahmen im Zuge der Rosenau-Renaturierung fallen. 

Dennoch soll sich der Bereich nachher naturnäher präsentieren als bisher. Zudem sind Erstzpflanzungen an anderer Stelle vorgesehen. 

Erwartungsfroh blickt Dahlhoff in die nächsten sechs Wochen. Dann soll möglichst der Förderbescheid über 3,2 Millionen Euro für das Projekt vorliegen. 

Er ist die Voraussetzung dafür, dass die eigentlichen Arbeiten für den „Kurpark 3.0“ beginnen können. Geplanter Start: 1. März. 

Spektakulärstes Bauwerk dürfte dabei das neue Gradierwerk werden, das sich am Ende über völlig neue Weg-Achsen erreichen lässt. 

Der Schwarzdorn kann hierfür nur im Oktober geerntet werden. Ein Einbau wäre im ersten Quartal 2018 sinnvoll. Zuvor soll noch in diesem Jahr das alte Gradierwerk abgebaut werden. 

Wenn alle aufwändigen gestalterischen Maßnahmen des Parks abgeschlossen sind, soll die Anlage für alle Generationen ein attraktiver Anlaufpunkt sein. „Mein Kurpark“ eben.

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