Lohner Schützen: Lärmmessung steht bevor

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F Der Vorstand des Schützenvereins Lohne. Dritter von rechts, Axel Droste, der nach 20-jähriger Arbeit als Kassierer und hallenwart am Samstagabend verabschiedet wurde.

Lohne. - 20 Jahre Kassierer und gleichzeitig zehn Jahre Hallenwart. Axel Droste hat beide Ämter gern und perfekt ausgeübt. Doch zwei Jahrzehnte Vorstandsarbeit im Schützenverein Lohne reichen dem 69-Jährigen. Während der Jahreshauptversammlung am Samstag legte er seine Ämter nieder.

Zu seinen Nachfolgern wählten die Schützen Thomas Reichart (Kassierer) und Lothar Rinke (Hallenwart). Erster Vorsitzender Bertil Brinkmann und der zweite Vorsitzende Joachim Potthoff dankten Axel Droste für sein Engagement.„Man findet es selten, dass jemand in so hohem Maße bereit ist sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Und das völlig uneigennützig und viel lieber im Hintergrund als im Rampenlicht“, brachte Joachim Potthoff in einer bewegenden Rede den Einsatz Drostes auf den Punkt. Er habe nie den bequemen Weg gesucht, sondern immer den eigenen. „Sich an deinem Engagement ein Beispiel zu nehmen, damit kann man nicht viel verkehrt machen“, lobte Potthoff die langjährige Vorstandsarbeit des quirligen Lohners, der sich auch in der SPD und im Gemeinderat einbringt und als Ortsheimatpfleger und im Gesangverein tätig ist.

Zum Dank und zur Erinnerung an den Schützenverein bedankte sich der Vorstand mit einem Foto bei Axel Droste und den Worten: „Dein Name wird immer eng mit dem Schützenverein Lohne verbunden bleiben.“

Zu Beginn der Versammlung begrüßte Bertil Brinkmann Bürgermeister Antonius Bahlmann, die teilnehmenden Ratsmitglieder sowie den amtierenden Schützenkönig Peter Dahmann und Königin Mechthild Dahmann, die gemeinsam mit ihrem Team die Bewirtung der Schützen übernommen hatte.

Geschäftsführer Burkhard Wahle berichtete über das vergangene Jahr, bevor Axel Droste den Kassenbericht verlas. Der war recht zufriedenstellend und wurde von den Kassenprüfern „abgesegnet“, sodass einer Entlastung des Vorstandes nichts im Wege stand. Droste ließ die 20 Jahre seiner Tätigkeit als Kassierer noch einmal Revue Passieren. Insgesamt seien in dieser Zeit 227.000 Euro in Um- und Ausbauarbeiten der Schützenhalle investiert worden. Unter anderem wurden die Gelder für Schallschutzfenster, Fußbodenarbeiten, im Thekenbereich, am Kugelfang, für Garagen, die Mauersanierung usw. benötigt.

Ein Thema, das die Schützen seit einigen Jahren immer wieder negativ beschäftigt ist der Nachbarschaftsstreit; wegen angeblicher Lärmbelästigung. Hier ist der Verein sehr um Ruhe und Frieden bemüht.

Wie Bertil Brinkmann berichtete, habe Joachim Potthoff eine neue Hallenordnung aufgestellt, die unter anderem beinhalte, dass die Halle nur noch durch den hinteren Eingang zu betreten sei.

„Ich habe es selbst erlebt, dass der Lärmpegel um ein fünfaches ansteigt, wenn die vordere Tür aufsteht“, berichtete Brinkmann. So hofft der Verein, von einem Kompromiss zum anderen, den Anwohner, der die Halle wohl am liebsten ganz dicht machen möchte, zu beruhigen. Nach jeder Feier oder Versammlung, selbst kürzlich nach einem Treffen der Jäger, habe es Beanstandungen gegeben.

Um Klarheit zu schaffen, hat der Vorsitzende um eine Lärmpegelmessung gebeten, die angeblich aus Organisationsgründen noch nicht stattgefunden hat. Das soll jedoch in Kürze erfolgen. An einem Tag, wo sich weder Regen, Schnee, Sturm und sonstige Nebengeräusche störend auf eine Messung auswirken. Der Schützenverein hofft auf klare Erkenntnisse, um weiter im Sinne des Nachbarn reagieren zu können und eine Schließung der Halle zu verhindern.

Einen breiten Raum der Versammlung nahmen die Vorstandswahlen ein. Außer dem ersten Vorsitzenden Bertil Brinkmann und dem Geschäftsführer Burkhard Wahle mussten alle weiteren Vorstandsmitglieder neu- oder wiedergewählt werden. Der Posten des 1. Zugführers konnte noch nicht besetzt werden.

Einen Kandiaten wird der Zug bis zur Versammlung vor dem Schützenfest vorschlagen. Bei manch anderen Suchen nach den Ämtern gab es Verzögerungen, bis das der ehemalige Vorsitzende Heinz Tschiche Tacheles redete und die Schützen aufforderte nicht nur an allem teilzunehmen und mitzutrinken sondern auch mitzuarbeiten.

Das Vogelschießen findet in diesem Jahr an Himmelfahrt, 29. Mai, statt, gefeiert wird wie am 7. und 8. Juni (Pfingsten). Weitere Termine: 23. Februar: Trödelmarkt in der Schützenhalle, 7. bis 14. März: Kreisschießmeisterschaften, 22. März: Schlagerparty, 6. September: Kreisschützenfest in Deiringsen, 20. September: 95. Jubiläum des Spielmannszugers Bad Sassendorf. - rgr

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