Lohner Schützen danken dem scheidenden Vorsitzenden Bertil Brinkmann

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Auf einem massiven Brett haben die Schützen die Stationen Bertil Brinkmanns (Zweiter von rechts) festgehalten, dessen Einsatz für den Verein würdigten (von links) Geschäftsführer Daniel Kreis, der neue Erste Vorsitzende Kai-Uwe Groll und der Zweiter Vorsitzende Joachim Potthoff.

Lohne – Als Kommandeur hat Bertil Brinkmann auf dem Lohner Schützenplatz weiterhin das Sagen, zumindest für zwei Jahre noch. Wenn es um die Vereinsgeschäfte geht, sind inzwischen jedoch die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands gefragt, wie bereits berichtet, hat Kai-Uwe Groll Brinkmann in der Funktion des Ersten Vorsitzenden abgelöst.

„26 Jahre Vorstandsarbeit am Stück, das reicht erstmal“, sagt Bertil Brinkmann, und was er in dieser Zeit geleistet hat, das haben ihm die Schützen in ein massives Holzbrett geschnitzt: Von 1994 bis 2002 Zugführer des vierten Zugs und Feldwebel, danach zehn Jahre Fahnenoffizier, und seit 2012 in Personalunion Erster Vorsitzender und Kommandeur. Schützenkönig war er 2007/2008 auch noch. 

Jetzt also werden die Aufgaben geteilt. Brinkmann: „Nach ein paar Jahren muss auch mal ein Wechsel rein, so ein Verein muss sich weiter entwickeln.“ Dass das mit Nachfolger Kai-Uwe Groll gelingen wird, davon zeigte sich Brinkmann überzeugt. 

Überhaupt prägen, wie das Treffen in der Schützenstube zeigt, Zuversicht und Gestaltungswille die Stimmung des geschäftsführenden Vorstands, dem neben Groll Joachim Potthoff als Zweiter Vorsitzender, Daniel Kreis als Geschäftsführer und Thomas Reichart als Kassierer angehören. „Wir sind gleichberechtigte Geschäftsführer, die als Team auftreten“, lautet ihre Devise. 

Dass der Vorstand und Kommandeur Bertil Brinkmann optimistisch in die Zukunft blicken können, war vor ein paar Jahren keineswegs ausgemacht. Der lange Rechtsstreit mit einem Nachbarn der Schützenhalle um die Lärmemissionen, eine Steuernachforderung und die Frage einer möglichen Verlegung der Schützenhalle, all das hinterließ Spuren. 

Das abgebrannte Gartenhaus und die in Mitleidenschaft gezogene Westseite der Halle kamen noch hinzu, ebenso ein Einbruch ins Materiallager und der frühe Tod eines aktiven Vorstandsmitglieds. 

Bertil Brinkmann formuliert es deutlich: „2015 stand der Verein vor dem Abgrund – wenn das Dorf Lohne nicht so gut gespendet hätte...“ In der Tat: Mitglieder, Lohner Einwohner und Firmen ließen den Verein nicht hängen. Eine Welle der Unterstützung und Spenden half über das Tief hinweg und seither sind viele positive Entwicklungen zu verzeichnen. 

Seit 2016 organisiert der Verein das Schützenfest ohne Festwirt in eigener Regie, was die finanzielle Entwicklung deutlich verbessert hat. Auch die Umstellung auf Wertmarken hat sich dabei bewährt. Auch die Mitgliederzahl entwickelt sich positiv, unter anderem Dank der offenen Herangehensweise an die Neubürger im Baugebiet Landerpfad. 

Mehr als 300 Schützen marschieren inzwischen in Lohne mit, vom 16-jährigen Jungschützen bis zum in Ehren ergrauten Senior mit 91 Jahren. Dank dieser Entwicklung konnten die Schützen 2019 zum 200-jährigen Bestehen ihres Vereins ein Schützenfest der Superlative feiern, so Potthoff. 

Weitere Projekte stehen natürlich an. Noch bis zum Schützenfest sollen die alten, scheppernden Blechtüren und die Fenster aus Glasbausteinen ersetzt werden. Dies diene nicht nur der Optik, sondern auch dem Lärmschutz, begründet der Vorstand diese Entscheidung. 

Doch spätestens beim Antreten an Christi Himmelfahrt hat Bertil Brinkmann wieder das Kommando. Für die nächsten zwei Jahre jedenfalls, denn diese Zeit soll genutzt werden, um auch für diesen Posten einen Nachfolger zu finden.

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