Lörmecke-Wasserwerk beliefert den Süden der Gemeinde weiter

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Lörmecke-Geschäftsführer Alfred Striedelmeyer (links) und Bürgermeister Malte Dahlhoff unterzeichneten den neuen Konzessionsvertrag.

Bad Sassendorf - Die Trinkwasserversorgung in den Ortsteilen südlich von Lohne und Zentralort wird ab 2019 für weitere 30 Jahre durch das Lörmecke-Wasserwerk mit Sitz in Erwitte bestritten. Den entsprechenden Konzessionsvertrag unterzeichneten jetzt Lörmecke-Geschäftsführer Alfred Striedelmeyer und Bürgermeister Malte Dahlhoff.

Mit diesem Schritt werde letztlich, übermittelt durch die Ortsvorsteher, auch der Wunsch der Bevölkerung umgesetzt, so Dahlhoff. In einigen der Ortsteile sei Lörmecke immerhin schon seit rund 80 Jahren für die Trinkwasserversorgung zuständig, bezüglich der Kosten werden sich für die Abnehmer Striedelmeyer zufolge keine großen Änderungen ergeben. Im Vergleich zu 220 Trinkwasserversorgern sei Lörmecke nach wie vor einer der günstigsten. 

Mit der Vertragsunterzeichnung werde eine seit Jahrzehnten bewährte Zusammenarbeit fortgesetzt, betonten beide Seiten. Dies habe auch der Gemeinderat so gesehen und entsprechend entschieden, sagte Dahlhoff. 

Die 30 Jahre Vertragsdauer seien wichtig, so Striedelmeyer, weil die Trinkwasserversorgung im Vergleich zu Strom oder Gas ortsgebunden ist. Neben dem Verteilernetz seien auch die anderen Investitionen etwa für die Aufbereitung zu bedenken.

Zudem biete der Vertrag Sicherheit angesichts der künftigen Investitionen in das Netz, so etwa bei der anstehenden Erweiterung des Gewerbegebiets im Lohner Klei. Als Nebeneffekt werden dort dann zwei Einspeiseleitungen zur Verfügung stehen. Ansonsten gehört der Erhalt des Netzes zu den laufenden Aufgaben. 

Das Trinkwasser stammt zum einen aus der Lörmeckequelle bei Warstein und zum anderen aus der Aabachtalsperre. Da letztere sehr stark durch Regenwasser gespeist wird, kann durch die Vermischung beider Wässer eine Wasserhärte im oberen mittleren Bereich erreicht werden. Laut Lörmecke-Homepage liegt die Wasserhärte bei 13,43 Grad deutscher Härte. 

Die Nitratbelastung der beiden Wässer liegt Striedelmeyer zufolge weit unter dem Grenzwert, dies unter anderem, weil die Lörmecke-Quellregion und die Aabachtalsperre weiträumig von Wald umgeben sind. 

Auch die Belastung mit Spurenstoffen wie zum Beispiel Medikamentenrückständen sei sehr gering, gegen eine mögliche Keimbelastung ist eine Qualitätssicherungsanlage im Einsatz. Striedelmeyers Fazit: „Wir sehen uns für die Zukunft gut aufgestellt.“

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