Landwirt möchte aussiedeln: Hofgebäude  teilweise nicht mehr verkehrssicher

Im Bereich der Bushaltestelle „Im Kuhlen“ liegt die bisherige Hofstelle, die zugunsten neuer Gebäude am westlichen Rand Weslarns aufgegeben werden soll. An alter Stelle ist womöglich Wohnbebauung denkbar.
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Im Bereich der Bushaltestelle „Im Kuhlen“ liegt die bisherige Hofstelle, die zugunsten neuer Gebäude am westlichen Rand Weslarns aufgegeben werden soll. An alter Stelle ist womöglich Wohnbebauung denkbar.

Bei diesem Bauernhof sieht man schnell: Achtung Gefahr. Und nicht nur deshalb will der Landwirt das Land verlassen

Weslarn – Die Zufahrtsstraße wurde ab Dorfstraße bereits gesperrt und ein Bauzaun unterbindet die Annäherung bis direkt ans Gemäuer. Die Gründe für diese Maßnahmen werden bei einem Blick auf den Fachwerkgiebel und und das löchrige Dach schnell klar. 

Wegen der Gefahr herabstürzender Steine oder Dacheindeckung ist für Passanten die Verkehrssicherheit des Gebäudes nicht mehr gegeben. Der ansässige Landwirt möchte den bisherigen Standort seiner Hofstelle deshalb an den Ortsrand von Weslarn verlegen und die alte Hofstelle aufgeben. Das erläuterte Bürgermeister Malte Dahlhoff in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Gemäß der gleichzeitig vorgelegten Tischvorlage soll an der neuen Hofstelle ausschließlich Ackerbau betrieben werden, eine Tierhaltung sei dort nicht vorgesehen. Aus diesem Grund reichen für die neue Hofstelle ein Wohnhaus und eine Maschinenhalle von etwa 15 mal 25 Metern Grundfläche aus. 

Errichten möchte der Landwirt die neue Hofstelle auf seinem mit Buschwerk bewachsenen Grundstück am westlichen Dorfrand, die Anbindung erfolgt von der Soester Straße aus über den Erbbrocksweg. 

Gemäß der Anfrage geht es zunächst um die Frage, wie sich die Gemeinde diesem Vorhaben stellen würde. Seitens der Mitglieder des Hauptausschusses wurde das Projekt positiv bewertet. Es sei erfreulich, dass in diese Frage Bewegung gekommen ist, erklärte Hans-Joachim Lücker (CDU, zugleich Ortsvorsteher in Weslarn). Auch Edwin Morch (SPD) bewertete die Anfrage positiv. Die Situation rund um die bisherige Hofstelle könne nur besser werden. Da mit der Aufgabe der Hofstelle der Bestandsschutz bezüglich der Emissionen, insbesondere wegen der Tierhaltung, entfällt, erleichtert dies die Nachnutzung der Hofstelle durch eine Wohnbebauung. Dies eröffne neue Möglichkeiten, so Reinhard Klöne (FDP).

Für die Ansiedlung der neuen Hofstelle dürfte es sich gemäß Baugesetzbuch um ein privilegiertes Vorhaben handeln, da es einem landwirtschaftlichen Betrieb dient. Ausgehend von dieser Annahme soll die Gemeinde ihr Einvernehmen zu der Umsiedlung der Hofstelle erteilen. Diese im Haut- und Finanzausschuss einstimmig angenommene Beschlussempfehlung muss der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung bestätigen.

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