Keine Verletzten

Feuer in Elfsen beschäftigt Wehr aus gesamten Kreis

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[UPDATE 13.40 Uhr] BAD SASSENDORF - Der Brand einer Autoreparaturwerkstatt in Elfsen hat am Freitagmorgen Feuerwehr und Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis Soest auf den Plan gerufen. Um kurz nach zehn Uhr war das Feuer wahrscheinlich nach Schweißarbeiten an einem Auto entstanden.

Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden, obwohl zunächst befürchtet worden war, dass sich noch Personen in der Halle aufhalten würden.

„Schweißarbeiten an dem Kotflügel eines Autos waren wohl der Auslöser für das Feuer“, erklärte Gemeindewehrführer Wolfgang Jäschke, der den Einsatz federführend leitete. Demnach habe der Inhaber der Werkstatt berichtet, dass er nach dem Schweißen eine Frühstückspause eingelegt habe. Als er zurück in die Werkstatt kam, habe er das Feuer bemerkt.

Löschversuche des Mechaniker nutzten jedoch nicht mehr viel. Wie der Mitarbeiter einer benachbarten Firma berichtete, konnte der Mechaniker das Auto nicht aus der Halle schieben, weil die Räder abmontiert waren.

Der Werkstattinhaber selbst, dem der Schreck deutlich ins rußgeschwärzte Gesicht geschrieben stand, wollte sich gegenüber dem Anzeiger nicht äußern. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die Flammen die Halle nahezu vollständig erfasst. Explosionsartige Geräusche begleiteten den Brand, verantwortlich dafür waren zum einen die mit lautem Knall platzenden Eternitplatten auf dem Dach. Zum anderen waren in der Werkstatt mehrere Fahrzeuge, Propangasflaschen, Kanister mit Benzin, Lacke, Spraydosen und eine Reihe weiterer, zunächst unbekannter Stoffe vorhanden. Die Flammen, so Jäschke, fanden dadurch zusätzliche Nahrung, etwa durch Propangasflaschen, die „abgeblasen“ haben. Ebenso fanden die Feuerwehrleute eine Acetylenflasche für ein Schweißgerät vor, die mit Löschwasser gekühlt wurde, sagte Jäschke.

Wegen der gefährlichen Stoffe wurde neben Löschwasser punktuell auch Schaum gegen die Flammen eingesetzt, erläuterte Kreisbrandmeister Thomas Wienecke, der unterstützend ebenfalls vor Ort war. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden zudem die Anwohner in Elfsen und im Soester Südosten zwischenzeitlich dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schließen. Die günstige Wetterlage habe aber mit dazu beigetragen, dass Schadstoffe in der Luft rasch zerstreut wurden, so Wienecke. Nachdem gegen 12 Uhr das Feuer weitestgehend gelöscht war, hatte sich diese Warnung erledigt.

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Hallenbrand in Elfsen

Weil die Möglichkeit bestand, dass kontaminiertes Löschwasser unter anderem den nahe gelegenen Elfser Bach verschmutzen könnte, waren überdies die Untere Wasserbehörde beim Kreis Soest und der ABC-Messzug des Kreises alarmiert worden. Ebenso war der Katastrophenschutz vertreten.

Gegen 12 Uhr hatten die Feuerwehrkameraden den Brand weitestgehend unter Kontrolle, so dass Gemeindebrandinspektor Jäschke ein erstes Fazit ziehen konnte: „Wir haben noch Glück gehabt, es sind keine Nachbarhäuser in Mitleidenschaft gezogen worden, und vor allem: Es sind keine Personen verletzt worden.“ Schwierig sei bei dem Einsatz anfangs der Umstand gewesen, dass es zu der Autowerkstatt nur eine schmale Zufahrt gibt, so Jäschke. Der Drehleiterwagen konnte zwecks Brandbekämpfung zum Glück auf dem Nachbargrundstück platziert werden.

Nach dem Löschen der letzten Brandnester richtete die Feuerwehr für den Nachmittag eine Brandwache mit Kameraden der Löschgruppen Elfsen und Opmünden ein. Gegen Abend sollte dann entschieden werden, ob eine Brandwache weiterhin erforderlich war. Zudem nahm die Polizei nach der Beendigung der Löscharbeiten die Ermittlung der Brandursache auf.

Für den Einsatz war die gesamte Feuerwehr Bad Sassendorf alarmiert worden, wobei der Löschzug zwei (Weslarn, Ostinghausen und Bettinghausen) ins Gerätehaus Bad Sassendorf beordert wurde, um von hier die Grundsicherung zu gewährleisten. Hinzu kamen weitere Feuerwehrkräfte, so dass insgesamt zwischenzeitlich rund 140 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kreis Soest vor Ort waren. Beispielsweise unterstützte die Feuerwehr Soest den Einsatz unter anderem durch ihren Abrollcontainer mit Löschwasser.

Für die Wasserversorgung griff die Feuerwehr auf den direkt neben dem Grundstück gelegenen Löschteich sowie auf das öffentliche Wassernetz zurück. - tbg

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