Lage für Reha-Kliniken bleibt schwierig

BAD SASSENDORF ▪ Die Lage im Gesundheitswesen und für die Kliniken der Bäder-Holding bleibt angespannt. Das zeigen die Geschäftsberichte der Holding, die jetzt mit dem Beteiligungsbericht der Gemeinde vorgelegt wurden. Bei der Auslastung von Reha-Kliniken sei allgemein ein weiterer Rückgang zu beobachten, heißt es hier.

So sank die Zahl der Übernachtungen in den drei Klubikone der Saline GmbH im Jahr 2010 im Vergleich zu 2009 um drei Prozent. Kleiner Trost: Landesweit ging die Zahl der Übernachtungen in Reha-Kliniken sogar um 3,3 Prozent zurück.

In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass es im Geschäftsjahr 2010 in den drei Saline-Kliniken rund 228 900 Übernachtungen gab, im Vorjahr waren es rund 236 100. Die Zahl der Übernachtungen in Bad Sassendorf betrug insgesamt 507 413, das ist gegenüber dem Jahr 2009 ein Rückgang von einem Prozent. Negativ zu Buche schlägt bei der Saline-GmbH auch das Thermalbad, das im Jahr 2010 ein Defizit von 515 000 Euro verbuchen musste.

Unterm Strich führen schwierige Geschäftslage und das Defizit aus dem Thermalbad bei der Saline GmbH im Jahr 2010 zu einem Jahresfehlbetrag von 1,465 Millionen Euro; immerhin rund 20 000 Euro weniger als 2009. Für 2011 rechnet Geschäftsführer Rolf von Bloh mit einem Jahresfehlbetrag von 1,372 Millionen Euro, für 2012 wird dann noch ein Defizit in Höhe von 750 000 Euro prognostiziert. Diese Entlastung entspricht dem in den Vorjahren jeweils entstandenen Fehlbeträgen durch das Thermalbad, das nach den aktuellen Planungen im laufenden Jahr zu 75 Prozent von der Gemeinde übernommen werden soll.

Auch ohne diesen Klotz am Bein wird die wirtschaftliche Lage für die Saline und ihre Kliniken schwierig genug bleiben. „Die Geschäftsführung geht langfristig von keiner wesentlichen Verbesserung der Auslastung aus“, erläutert von Bloh im Lagebericht. „Somit werden sich die Umsätze lediglich im Rahmen der zu verhandelnden Leistungsentgelte stabilisieren lassen.“ Zusätzliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen sollen durch die Selbstzahlerprogramme und das Vorantreiben von Kooperationen erzielt werden. Hier sind auch die Energiekosten ein wichtiges Thema. ▪ tbg

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