Neue Wege im Kurpark: Gemeinde setzt auf Pflaster

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Weil der Vorplatz vor der Sole-Therme für die Durchfahrt von Baumaschinen auf der im Bild rechten Seite vom Salzkristallbrunnen ausgeweitet werden muss, soll die Vergrößerung später bleiben, der Platz wird analog zu den Kurparkwegen ausgestaltet.

Bad Sassendorf - Entgegen den ersten, einige Jahre alten Planungen sollen die neuen Wege im Kurpark durch Verbundpflaster befestigt werden. Für diese Variante spricht insbesondere der günstigere Herstellungspreis. Dass dies dennoch ansehnlich aussehen kann, bekräftigte Planer Klaus Schulze mit einem Verweis auf das 15 Jahre alte Pflaster in der Fußgängerzone.

Was nutzt der schönste Kurpark, wenn die Besucher nicht hindurch spazieren können: Die Wege durch die 30 Hektar große Parkanlage sind daher von großer Bedeutung, und die langjährigen Fans des Parks wissen das, weil die Passagen aus roter Asche sich bei Regen oder Schnee schnell in Matsch und Pfützen verwandeln. 

Wie die Wege im Zuge des Projekts Kurpark 3.0 gestaltet werden sollen, war daher Thema in der Ratssitzung am Mittwoch. Und dabei zeigte sich, wie Bürgermeister Malte Dahlhoff berichtete, vor allem schnell, dass die anfangs favorisierte Wunschvariante wohl viel zu teuer wird. 

Wegen der Optik und Begehbarkeit sollten die Wege zunächst mit Gussasphalt ausgestattet werden, diese ohnehin teure Variante ist wegen des anhaltenden Baubooms jedoch noch einmal teurer geworden. 

Daher hatte die Arbeitsgruppe des Gemeinderats in Lünen eine Wegevariante aus farbigem Asphalt besichtigt. Doch auch diese Ausführung wäre gegenüber einem Verbundpflaster um 40 bis 50 Euro pro Quadratmeter teurer. 

Planer Klaus Schulze stellte dem Gemeinderat daher als preiswertere Variante eine Ausführung durch Pflaster vor. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Malte Dahlhoff mit 80 bis 100 Euro je Quadratmeter. 

Bei 6 000 Quadratmetern Wegefläche wären dies immer noch 480 000 bis 600 000 Euro. Demgegenüber wäre die Variante „farbiger Asphalt“ noch einmal bis zu 300 000 Euro teurer. 

Bedenken aus dem Gemeinderat, dass gepflasterte Wege, unter anderem durch Unkraut in den Fugen, schnell unschön aussehen könnte, suchte Schulze zu entkräften. So verwies er auf die Fußgängerzone, deren Pflaster auch nach mehr als 15 Jahren noch sehr ansehnlich sei. Grundsätzlich sollen die Wege in einem hellen Beige ausgeführt werden, welches Pflasterformat und welcher Verlegeverbund gewählt werden, soll die Arbeitsgruppe des Gemeinderates prüfen. 

Wie im Gemeinderat erläutert wurde, soll mit dem Bau der neuen Wege auch der Vorplatz an der Sole-Therme verschönert werden. Eine Aufweitung des platzartigen Bereichs Richtung Süden ist wegen der Bauarbeiten in der Therme ohnehin erforderlich. Die Aufweitung soll daher bleiben, zumal dies von hier aus den Blick aufs neue Gradierwerk lenken würde. Ebenso können dann die Stufen verschwinden, der Vorplatz zur Therme und dem Café Sole können attraktiver gestaltet werden, so Planer Klaus Schulze. 

Ergänzend betonte der Bürgermeister, dass auch hier die Anforderungen an die Barrierefreiheit beachtet werden. Bei den taktilen Leitsystemen soll jedoch eine Beschränkung auf die Kreuzungsbereiche erfolgen. 

Wenn die Handwerker mitziehen, kann der Wegebau voraussichtlich im Februar beginnen, so dass die neuen Passagen durch den Kurpark im Verlauf des Sommers 2019 fertig werden könnten. 

Änderungen inklusive einer gewissen Kostenersparnis sind auch bei der Gestaltung des Veranstaltungsbereichs am neuen Gradierwerk geplant. Auf die Pergola mitsamt Räumen für Toiletten und Lager, die den Bereich im Süden abgrenzen sollte, wird verzichtet. 

Diese Gebäude hätten die Sichtachse vom Gradierwerk zur Gartenspange und der Rosenau versperrt, so Schulze. Ein öffentliches Toilettenhaus soll nun etwas abgerückt Richtung Hof Hueck errichtet werden. Für die Bestuhlung und Technik bei Veranstaltungen soll eine mobile Variante mit einem Fahrzeuganhänger gewählt werden. Bei der Bühne in dem Bauwerk vor Kopf des Gradierwerks soll es hingegen bleiben.

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