Kurpark: Baggern zugunsten der Natur

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Die Baustelle vom westlichen Ufer aus gesehen: Der kanalartige Bachverlauf soll durch eine Bachaue mit einem naturnahen Gewässer ersetzt werden.

Bad Sassendorf - Die Erdarbeiten zur Renaturierung der Rosenau im Bereich des Kurparks haben begonnen. Bis Mai 2018 werden sich die Arbeiten voraussichtlich hinziehen.

War die Verlegung des Schmutzwasserkanals die Ouvertüre, dann folgt jetzt in drei Sätzen das Hauptwerk: In drei Abschnitten wird der Rosenaubach in den kommenden Monaten ein neues Erscheinungsbild bekommen, vor allem in dem mittleren Bachabschnitt zwischen Café Brunnenhaus und dem Kurparkteich soll sich das Bild grundlegend ändern, Ziel ist die Gestaltung einer naturnahen Bachaue.

Den Auftakt für diese Arbeiten bildete am Dienstagnachmittag der erste Spatenstich. Als Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg, die die Maßnahme mit 80 Prozent fördert, ergriff Abteilungsleiter Bernd Müller zunächst den Spaten und dann das Wort. Wichtig sei es, Projekte wie dieses in der Öffentlichkeit gut zu kommunizieren, dies sei hier der Fall. Auch inhaltlich zeigte sich Müller überzeugt: „Wenn man das vom Ende her sieht, muss man feststellen: Hier passiert etwas Positives, und zwar nicht nur für Gewässer und Natur, sondern auch für die Menschen.“

Mit Blick auf die Diskussion um die Bäume, die für die Maßnahme gefällt werden müssen, stellte Bürgermeister Malte Dahlhoff fest, dass nach Abschluss der Arbeiten unterm Strich ein positiver Effekt für die Natur zu verzeichnen sein werde.

Dahlhoff kündigte zudem an, dass noch Umleitungen und erläuternde Schilder aufgestellt werden sollen. Überdies sollen zu geeigneten Terminen Baustellenführungen durchgeführt werden, um den Stand der Arbeiten, die nächsten Schritte und die angestrebten Ergebnisse zu erläutern. Ähnliches sei auch beim Umbau des Thermalbades vorgesehen. Die Gesamtbaukosten, so Dahlhoff, seien inzwischen von 600 000 auf 880 000 Euro heraufgesetzt worden. Dies sei insbesondere der guten Baukonjunktur zuzuschreiben.

Ziel ist im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie ein besserer ökologischer Zustand des Gewässers. Gemäß den Planungen der Büros Stelzig und BSL aus Soest findet eine Laufverlängerung von 950 auf 1 100 Meter statt, begleitet von strukturellen Verbesserungen wie Flachwasserzonen, Gleit- und Prallhängen sowie tieferen Stellen. Die Maßnahme gliedert sich in drei Abschnitte: Zwischen Café Brunnenhaus und dem Teich wird eine Auenlandschaft gestaltet, im Bereich Richtung Normandie werden Gewässerabstürze beseitigt und eine Sohlgleite geschaffen, in dem Bereich parallel zur Kurparkpromenade sind Verbesserungen in der Ufergestaltung vorgesehen.

Die Ausführungsplanung hat das Ingenierbüro Klein für Wasserwirtschaft erstellt, die Bauausführung erfolgt durch die Firma Benning aus Münster. Im Mai kommenden Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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