Feinschliff für den Kurpark: Rat berät die noch geplanten Maßnahmen

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Das neue Gradierwerk und der Außenbereich der Sole-Therme sind noch Baustelle. Bis Ende August sollen die Arbeiten jedoch erledigt sein.

Bad Sassendorf – Vieles sieht zwar noch nach Baustelle aus, rund um Sole-Thermalbad und Gradiewerk im Kurpark, viele einzelne Baumaßnahmen gehen aber auch zügig der Vollendung entgegen: Am 6. September werden der erweiterterte und umgebaute Saunabereich und das neue Gradierwerk eröffnet, Mitte Dezember soll das Innenbecken der Sole-Therme wieder zur Verfügung stehen. Damit ist aber noch nicht alles erledigt, die Grünanlagen rund um die Außenbecken der Sole-Therme, der Kurparkteich, barrierefreie Angebote für alle Generationen und weitere Einzelmaßnahmen stehen noch an, die in einem zweiten Bauabschnitt zusammengefasst sind, der für die Ratssitzung am Mittwoch auf der Tagesordnung steht.

Für einige Punkte, die zum Beispiel im Sinne eines barrierefreien Kurparks vorgesehen sind, soll noch nach Fördermöglichkeiten Ausschau gehalten werden. 

Unter Berücksichtigung einer Nachförderung aufgrund der Mehrkosten wegen des anhaltenden Baubooms stehen laut Sitzungsvorlage derzeit noch 530 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt zu Verfügung. Wofür diese Mittel verwendet werden können, soll in der Ratssitzung berichtet werden. Im Beschlussvorschlag sind zudem diejenigen Punkte aufgeführt, für die noch eine gesonderte Finanzierung gesucht werden soll. 

Dies sind der Waldweg im Rhododendronpark, Wasseranlagen im Teich, die so genannte Charlottenlounge, ein Relax- und ein Kneippbereich mit Barfußpfad, ein Therapieweg, ein „Blaues Klassenzimmer“ zum Thema Gewässer, ein barrierefreies WC, Informationstafeln, Sport- und Fitnessgeräte und die Brücke am Café Brunnenhaus. 

Ein Sachstandsbericht zum Thema Thermalbad als weiterer Großbaustelle der Gemeinde steht für den Rat ebenfalls auf der Tagesordnung. Dabei wird seitens der Verwaltung zum einen vorgestellt, wie der zusätzliche Finanzbedarf in Höhe von 1,5 Millionen Euro durch Gesellschafterdarlehen abgedeckt wird. 

Wie Bürgermeister Malte Dahlhoff im Vorfeld zu der Ratssitzung erläuterte, ergeben sich die Mehrkosten aus zwei Gründen: 450 000 Euro seien auf tatsächliche Kostensteigerungen infolge der boomenden Baukonjunktur zurückzuführen. Etwa eine Million Euro an Mehrausgaben ergäben sich, weil man sich zum Beispiel bei der Ausstattung bei einigen Dingen für eine höhere Qualität und zusätzliche Details entschieden habe. 

Die Gesamtkosten für die Erneuerung und Erweiterung der Sole-Therme steigen damit auf 16,9 Millionen Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde wird Dahlhoff zufolge wegen der erheblichen Investitionen am Ende des Doppelhaushalts für die Jahre 2019/2020 bei rund 43 Millionen Euro liegen. 

Vereinbart sei jedoch, dass zum Beispiel die verschiedenen Gesellschafterdarlehen der Gemeinde zügig zurückgezahlt werden. Ein Darlehen an die Sole-Therme GmbH in Höhe von acht Millionen Euro sei in zehn Jahren zu tilgen. Gemäß Finanzplanung soll der Schuldenstand 2030 noch zehn Millionen Euro ausmachen, innerhalb von zehn Jahren wären somit 30 Millionen Euro an Schulden getilgt.

Die Ratssitzung findet am Mittwoch, 10. Juli, in der Mensa der Ini-Gesamtschule statt. Der öffentliche Teil beginnt um 17 Uhr.

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