Bad Sassendorf auf der ITB: Ein Kurort erfindet sich neu

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Die Renaturierung der Rosenau und das Projekt Kurpark 3.0 sind wichtige Themen für den Erneuerungsprozess des Kurorts.

Bad Sassendorf – Ein Kurort erfindet sich neu: Unter dieser Überschrift wurde am Mittwoch in Berlin das neue Leitbild für den Kurort vorgestellt. Wie Bad Sassendorf stehen alle Kurorte in Deutschland vor großen Herausforderungen: Die Blütezeit der 1970er bis 1990er Jahren sind lange vorbei, viele Orte sind seither in eine Art Dornröschenschlaf gefallen. Bad Sassendorf, so die Botschaft, die auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin verbreitet wurde, wage den Aufbruch in eine Zeit.

Der Kurpark 3.0, barrierearm und attraktiv für alle Generationen, der Neubau des Gradierwerks mit seinen besonderen Merkmalen, die Sanierung der Sole-Therme: Den Bad Sassendorfern und vielen treuen Fans des Kurorts sind diese Stichworte inzwischen vertraut. 

Welches Konzept hinter diesem Umbruch steht, soll über die überregionalen Medien aber auch deutschlandweit vermittelt werden, dazu diente als Auftakt eine Pressekonferenz am Mittwoch. 

Das Problem für Bad Sassendorf sei ähnlich wie an den anderen Kurorten in Deutschland, heißt es in der begleitenden Pressemitteilung: „Reha-Patienten und Urlaubsgäste sind zumeist ältere Altersgruppen, die sich von ihrem Aufenthalt und den medizinischen Angeboten Heilung und Rehabilitation versprechen. Die Senioren haben dem Ort einen gewissen Wohlstand beschert aber die jungen Alten wollen Wellness, Gesunderhaltung, Genuss und Lebensfreude.“ 

Darauf habe man in Bad Sassendorf reagiert und wage nun einen ungewöhnlichen Schritt: „Der Kurort erfindet sich neu: Aus Ruhe wird Aktivität, aus Anwendung wird Medical Wellness, aus Alt wird Jung beziehungsweise jung geblieben. Und dabei kleckert man nicht, man klotzt: Der Kurpark wird umgestaltet, renaturiert und für moderne Bewegungsangebote fit gemacht. Die Soletherme wird grundsaniert und um neue Wellness-Angebote erweitert. Und das alte Gradierwerk mitten im Kurpark wird abgerissen und neu aufgebaut – mit deutschlandweit einzigartigen Ausstattungsmerkmalen.“ 

Dass trotz der umfangreichen Bautätigkeit 95 Prozent der Gäste weiterhin kommen, wird ebenfalls berichtet, dies auch dank der begleitenden Maßnahmen zur Information der Öffentlichkeit durch Baustellenführungen, Konzerte in der Baustelle und dem Info-Container. Neue und Stammgäste hätten sich inzwischen als interessierte Baustellenbesucher erwiesen, die den Erneuerungsprozess hautnah miterleben. 

Dieses Angebot, den Wandlungsprozess hautnah mitzuerleben, richtete die Pressekonferenz und die begleitende Pressemitteilung nun auch an alle interessierten Medien. 

Als nächster Meilenstein stehe die Einweihung des Gradierwerks Ende Juni 2019 an. Bis zum Frühjahr 2020 habe sich Bad Sassendorf dann vollständig entpuppt, und bis es so weit ist, könne man in Bad Sassendorf einen der spannendsten Wandlungsprozesse im deutschen Gesundheitstourismus erleben.

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