Ostinghauser Kirchplatz gesperrt

Kreuz-Verkleidung droht von Kirchturm zu stürzen

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Der Kirchplatz als Sperrgebiet: Weil möglicherweise Metallteilen von der Kirchturmspitze fallen könnten, bleibt das Terrain rund um die Kirche in Ostinghausen mindestens bis Dienstag gesperrt.

Bad Sassendorf - Rund um die Kirche in Ostinghausen herrscht zurzeit Ausnahmezustand. Eine defekte Verkleidung am Kreuz an der Spitze des Kirchturms droht herabzufallen. Das Ordnungsamt hat deshalb alles abgesperrt. Am 19. Februar soll mit einem Spezialkran das defekte Teil demontiert werden. Wenn das Wetter mitspielt.

Rund um die Kirche in Ostinghausen befindet sich ein Sperrgebiet. Weithin sichtbar sind die Durchfahrt-verboten-Schilder, gut hörbar die rot-weißen Flatterbänder, die Passanten, Kirchenbesucher und Anwohner am Betreten der Zone hindern sollen. 

Eine defekte Verzahnung im Kreuz an der Kirchturmspitze hat nach Angaben von Ortsvorsteherin Angelika Kolkmann die Maßnahme notwendig gemacht, nachdem mit einer Drohne eben diese Diagnose gestellt worden war. „Natürlich haben wir dann gemeinsam mit dem Ordnungsamt dafür gesorgt, dass alles abgesperrt wird“, so Kolkmann.

Absperrung ist alternativlos

Im Rahmen der Amtshilfe“ habe das Ordnungsamt sofort auf die Anfrage reagiert, erklärte Bauamtsleiter Wolfgang Stember. Und weil nach Angaben des hinzugezogenen Architekten Johannes Jung die Gefahr eines Herabfallens von Eisenteilen bestehe, habe man dabei auch keine andere Wahl gehabt. Anwohner machen nun einen großen Bogen um die Kirche. 

Einige Häuser sind nur noch fußläufig zu erreichen. „Nicht das Kreuz selber, sondern Teile der Befestigung sind das Problem“, erklärte Johannes Jung auf Anzeiger-Anfrage. „Aber wenn die runter fällt, ist das beim richtigen Auftreffen tödlich.“ 

Deshalb müsse man nun in einem ersten Schritt für Sicherheit sorgen. Ob dabei Teile des Kreuzes und der Befestigung zunächst demontiert werden müssten oder eine Vor-Ort-Reparatur möglich sei, das sei allerdings noch offen. Wahrscheinlich aber müsse zunächst demontiert, später dann wieder angebracht werden. Klar: Auch das Betreten der Kirche durch den Haupteingang ist bis auf Weiteres tabu. 

Lediglich der Eingang durch die Sakristei an der Ostseite – ziemlich weit entfernt vom Spitzen-Kreuz – ist freigegeben. „Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahme“, meinte Johannes Loercks vom Kirchenvorstand. Am Messplan ändert sich deshalb nichts.

Am kommenden Dienstag, 19. Februar, soll nun mit Hilfe eines speziellen Kranwagens die Kirchturmspitze erklommen werden. „Der späte Termin liegt daran, dass vorher keine Fahrzeuge zu bekommen waren“, erläuterte Ansgar Schumacher, ebenfalls Mitglied des Kirchenvorstands. Spätestens am Tag darauf dürfte alles wieder sicher sein – und die Absperrungen könnten entfernt werden. Allerdings gibt es eine Unbekannte in der Rechnung. Ansgar Schumacher: „Das Wetter muss mitspielen. Wenn es zu windig wird, dann müssen wir die Aktion abblasen.“

Gleichzeitig soll das Dach begutachtet werden

Abgeblasen werden soll eine andere Sache deshalb aber nicht. „Wir wollen nun die Gelegenheit nutzen und eine Dachbegutachtung durchführen lassen“, so Schumacher weiter. Schließlich sei die letzten Sanierung inzwischen 35 Jahre her. Und dabei sei es eher um Reparaturen gegangen als um eine echte Instandsetzung.

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