Krach um die Lohner Schützenhalle: Nachbar klagt

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Bertil Brinkmann berichtete leider in der Versammlung viel Negatives. Der Fortbestand des Schützenfestes ist gefährdet. Außerdem gab es Brandstiftung und Diebstahl.

LOHNE - Die Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Lohne hätte sehr harmonisch verlaufen können, wäre sie nicht von einer für den Verein sehr nachteiligen Nachricht überschattet worden.

Ein Nachbar hatte vor geraumer Zeit Klage eingereicht, da es ihm im Umfeld der Schützenhalle nach 22 Uhr zu laut ist. Das hieraus entstandene Verfahren vor Gericht bedeutet für die geschäftsführenden Vorstände Bertil Brinkmann, Joachim Potthoff, Burkhard Wahle und Thomas Reichart unzählige Termine wahrzunehmen und sehr viel Kraft zu investieren.

Brinkmann erstattete der Versammlung Bericht darüber. Anfang Januar erging nun vom Amtsgericht Soest das Urteil. Die dem Schützenverein darin gemachten Auflagen bezüglich der Lärmschutzgrenzen sind aus Sicht der Geschäftsführer nicht permanent einhaltbar. Das zöge dann bei Zuwiderhandlung die Zahlung von Ordnungsgeld nach sich oder ersatzweise Ordnungshaft für einen der geschäftsführenden Vorstände. Somit seien sämtliche Abendveranstaltungen des Schützenvereins und auch der sonstigen Lohner Vereine im und am Schützenhaus hochgradig gefährdet.

Die Stimmung in der Versammlung kochte hoch. Der Kläger greife in den Ablauf des Dorfgeschehens ein, waren sich alle einig. Sei doch die Schützenhalle, die im kommenden Jahr 125 Jahre alt wird, der zentrale Platz im Dorf wo Geselligkeit und Miteinander gepflegt werden.

Als Konsequenz aus dem ergangenen Urteil wird der Schützenverein in Berufung gehen, so dass das Verfahren vor dem Landgericht in Arnsberg seine Fortsetzung finden wird. „Wir können das Urteil so nicht akzeptieren, könnte doch ein solches Urteil zukünftig auch Auswirkungen auf andere Schützenvereine haben. Und somit jahrhundertlange Traditionen gefährden“, ist sich der geschäftsführende Vorstand einig.

Und wäre es noch nicht genug, gab es weitere Schreckensmeldungen zu verkünden. So fiel Mitte Dezember das Blockhaus hinter der Schützenhalle Brandstiftung zum Opfer und wenige Tage vor der Generalversamlung wurde in den Container an der Schützenhalle eingebrochen und Arbeitsgeräte des Vereins entwendet.

Protokoll und Geschäftsbericht trug Burkhard Wahle vor. Er berichtete über eine sehr stabile Mirgliederzahl, die aktuell bei 291 Schützen liegt. - yas

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