Klinik im Park: Umbau-Pläne noch einmal modifiziert

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Mit der Umgestaltung soll der Eingangsbereich der Klinik im Park entzerrt werden. Lieferanteneinfahrt und Haupteingang sollen zudem optisch durch eine Hecke getrennt werden.

Bad Sassendorf – Die Umbaupläne für die Klinik im Park sind noch einmal etwas verändert worden, dabei geht es insbesondere um den neuen Eingangsbereich, die innere Anbindung des Gästehauses Hof Hueck und den Bau eines Gebäudes mit Glasfassade zum Kurpark hin, in dem die Medizinische Trainingstherapie (MTT) untergebracht werden soll. Eine von Außen sichtbare Veränderung: Der Neubautrakt für den Haupteingang wird auf etwa ein Drittel reduziert.

Der Gemeinderat stimmte dem Antrag von Architekt Bernd Passgang in seiner Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig zu und verzichtete damit auf die auch denkbare Beratung im Bauausschuss. 

Wie Architekt Passgang in der Sitzung erläuterte, betrifft die Änderung drei Bereiche. Der neue Eingangstrakt der Klinik soll auf etwa ein Drittel der bisher geplanten Größe reduziert werden. Dies werde möglich, weil die zunächst vorgesehenen Therapiebereiche anderweitig angesiedelt werden. Zudem soll der Bereich für die Anlieferung von dem Haupteingang für Patienten und Besucher durch eine Hecke getrennt werden. 

Beim zweiten Punkt geht es um die Anbindung des früheren Gästehauses Hof Hueck, das von der Medical Park-Klinikgruppe mit erworben wurde. Neben der bestehenden Anbindung zur Klinik im Untergeschoss soll eine weitere für die oberen Geschosse erbaut werden. Der Verbindungstrakt soll dafür aufgestockt werden, dies ist im Bebauungsplan bisher jedoch nicht vorgesehen. 

Der dritte Punkt betrifft den MTT-Bereich, der in einem vorgesetzten Gebäudetrakt untergebracht werden soll. Es handle sich um eine Art Wintergarten, der in dem Winkel der Kliniktrakte platziert wird, so Passgang. Der Gemeinderat folgte den Ausführungen. 

Insbesondere mit Blick auf die Gestaltung des neu geplanten Eingangsbereichs seien die Bedenken, die von Anwohnern vorgetragen wurden, beseitigt, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Edwin Morch (SPD). Die Anbindung des Gästehauses Hueck betreffe eher die innere Organisation des Komplexes, und der Glasanbau für den MTT-Bereich ähnele dem der Klinik Wiesengrund. Morch: „Wir sollten sehen, dass wir das auf den Weg bringen.“ Ähnlich äußerte sich Reinhard Klöne (FDP). 

Zum Zeitpunkt der Ratssitzung war noch nicht klar, ob der Kreis bezüglich des Bebauungsplans eine Befreiung oder eine Änderung erwägt, berichtete Bürgermeister Malte Dahlhoff. Nach Auskunft Passgangs ist die Frage aktuell noch offen. 

Die Medical Park-Gruppe, die in die Klinik zehn Millionen Euro investieren will, drückt aufs Tempo. Ende 2020 sollen die Arbeiten erledigt sein, so Passgang. Die Gemeinde folgte der Bitte des Architekten um rasche Abwicklung. 

Dass dies vom Vorgespräch mit der Verwaltung bis zum Ratsbeschluss innerhalb weniger Stunden erledigt war, würdigte Passgang mit großem Lob. In anderen Kommunen könne die Erörterung solcher Änderungen leicht drei bis vier Monate dauern, ein Tempo, wie es Gemeinderat und Verwaltung hingelegt hatten, habe er in seiner langjährigen Berufstätigkeit noch nicht erlebt: „Das fand ich sehr zuvorkommend."

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