Kirmes für Gastgeber: Hotels und Pensionen sind fast ausgebucht

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Nach dem Kirmesbummel müde ins Bett zu sinken, Ursula Pfeiffer (links) und Natalie Sawicka vom Schnitterhof und die anderen Anbieter machen das gerne möglich.

Bad Sassendorf – Auswärtige, die nach dem ausgedehnten Kirmesbummel noch ein Hotelbett für die Nacht suchen, die können im Kurort 2020 sicher noch ein Zimmer bekommen. In diesem Jahr dürfte es wohl schwierig werden: Fast alles ausgebucht, berichten die heimischen Hotels.

Die Buchungen gehen teils schon fast ein Jahr im voraus ein, erläutert Rezeptionist Kevin Friedrichs vom Hotel „Schnitterhof“, seit zwei bis drei Monaten sei das Vier-Sterne-Hotel mit 132 Zimmern ab Kirmesmittwoch/Pferdemarktdonnerstag und bis zum Wochenende ausgebucht. Bisweilen richten Firmen auch eigene Veranstaltungen wie ein Aalessen für die Mitarbeiter im Schnitterhof aus, ehe es dann gemeinsam auf die Kirmes geht, so Friedrichs. 

„Die Kirmeswoche ist schon immer gut“, erklärt auch Mechthild Rosenögger, die mit ihrem Mann Karl Geschäftsinhaberin des Hotels Forellenhof ist. Das hauseigene Kontrastprogramm finden die Gäste nach dem turbulenten Kirmesbummel in dem Domizil an der Alleestraße bestimmt, nämlich Ruhe, Entspannung und viel Erholung. 

Auch der Landgasthof Vogt ist zur Kirmes seit dem Frühjahr ausgebucht. Vor allem das Wochenende von Freitag bis Sonntag war in diesem Jahr stark nachgefragt, sagt Silke Vogt. In anderen Jahren gehört auch der Donnerstag dazu, je nachdem, wie die Ferien in den Herkunftsregionen liegen. 

Die Gäste kommen aus Süddeutschland, Bayern, Holland oder Belgien. Profitieren können sie von der guten Busanbindung, Linie 583 bringt die Gäste auch spät in der Nacht sicher zurück nach Bettinghausen. Und ein spezielles Entgegenkommen nach einer langen Kirmesnacht ist den Gästen sicher. Silke Vogt: „Morgens das Frühstück etwas später, da richten wir uns gerne drauf ein.“ 

Dass die Allerheiligenkirmes in Soest im Kurort eine erhebliche Nachfrage generiert, bestätigt Marketing-Leiter Olaf Bredensteiner. Eine Nachfrage beim Team in der Gäste-Information habe ergeben, dass die Kirmes diejenige Veranstaltung ist, die bezüglich der Gästeanfragen am meisten spürbar ist. 

Bei anderen Events wie Warsteiner Montgolfiade oder Weihnachtsmarkt in Soest sei es eher die Ausnahme, dass es zu Anfragen kommt. Die Übernachtungszahlen während der Kirmeswoche zu quantifizieren, sei aber schwierig, so gebe es viele Stammkunden, die „ihren“ Vermieter schon lange kennen und Jahr für Jahr dort einkehren. 

Lohnend muss es wohl sein, denn gerade auch viele kleinere Anbieter, die zum Winter hin Betriebsferien einlegen, warten auf jeden Fall erst die Kirmes ab. Die eine oder andere Chance, noch eine Unterkunft zu finden, gibt es aber auch, so Bredensteiner. Auf die Anfrage eines Schaustellers konnte die Gäste-Information auch ganz kurzfristig noch eine Ferienwohnung für einen Mitarbeiter vermitteln.

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