Kirchenjubiläum: 700 Jahre in einem Stück

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„Wer macht mit?“ – Pfarrerin Stefanie Pensing, Autor und Regisseur Gerd Reismann und Martin Anemüller (vorne von links) sowie Cornelia Grützbach (links) und Dorothee Westhoff vom Johanna-Volke-Familienzentrum erläuterten das geplante Theaterstück. ▪

BAD SASSENDORF ▪ Wenn diese Steine erzählen könnten, was wäre da alles zu erfahren. Die Geschichte der Menschen und ihr Wirken, die Salzproduktion als wirtschaftlicher Motor, Kriegs- und Notzeiten ebenso wie glückliche Zeitläufte. Weil die Steine aber nun nicht reden können, muss mit etwas Fantasie nachgeholfen werden.

Die 700-jährige Geschichte der Sassendorfer Kirche soll daher in einem Theaterstück veranschaulicht werden. Alle, die bei diesem „Theaterprojekt 700“ der evangelischen Kirchengemeinde mitmachen wollen, sind willkommen.

„Wie Simon den Judas Thaddäus fand – 700 Jahre und die Welt dreht sich weiter“: So lautet der Titel der Theateraufführung, für die Gerd Reismann von der Soester Theatergruppe „Stage“ als Autor und Regisseur verantwortlichen zeichnen wird. Mit dem Titel spielt das Stück natürlich auf die beiden Patrone der Kirche an, über die sich aber auch eine direkte Verbindung zur Ortsgeschichte ergibt. So finden sich auch im Siegel des Erbsälzer-Collegiums Bad Sassendorf die beiden Patrone Simon und Judas Thaddäus abgebildet, berichtete Pfarrerin Stefanie Pensing.

700 Jahre in einem etwa einstündigen Theaterstück darzustellen: Für diese Aufgabe will Bühnenprofi Reismann auf eine Rahmenhandlung und eine lockere Szenenfolge setzen, die durch einen Erzähler verbunden werden könnte. Im Kern des Stücks werde wahrscheinlich eine Liebensgeschichte stehen.

Mitwirkende für das Stück sind willkommen

„Das hat was mit dem Menscheln zu tun“, erklärte Reismann. Für manche denkbare Szene gibt es zwar konkrte Quellen, so zur Gründungsgeschichte der Kirche. Anderes muss vor dem historischen Hintergrund kreativ gestaltet werden. „Da wird viel Fantasie dabei sein, gedachte Szenen, wie es gewesen sein könnte“, so der Autor und Regisseur.

Für die Umsetzung des Theaterprojekts setzt die Kirchengemeinde auf möglichst viele Mitwirkende. Familien, Einzelpersonen, Jugendliche, Großeltern mit Enkeln, Männer, Frauen, Kinder: Alle Altersgruppen sind willkommen. Und zwar über den Kreis der evangelischen Kirchengemeinde hinaus. „Angesprochen sind alle, es ist ein offenes, überkonfessionelles Angebot“, betonte Pfarrerin Pensing.

Für das Stück selber werden mindestens 15 Schauspieler gebraucht, wobei ein Kern durch Mitglieder der Theatergruppe Stage gestellt wird. Neben weiteren Schauspielern werden aber auch Mitwirkende für die Arbeit im Hintergrund gebraucht. Die erforderlichen mittelalterlichen Gewänder kommen von einer Kostümschneiderei, für das Bühnenbild und die Umsetzung des Stücks oder die Versorgung der Theatergruppe mit einem Mittagessen sind jedoch Helfer gefragt. Die 14-tägigen Proben sollen samstags nämlich von 11 bis 16 Uhr stattfinden. Da sei das gemeinsame Mittagessen ideal, um das Wir-Gefühl der Theatergruppe zu stärken. Bei aller Ernsthaftigkeit soll die Sache schließlich auch Spaß machen. Reismann: „Wichtig ist, dass man Lust hat, dabei zu sein.“

Wer dabei sein will, kommt am Samstag, 2. Februar, um 11.30 Uhr zum „Casting“ ins evangelische Johanna-Volke-Familienzentrum an der Lohner Höhe. Ab dem 9. Februar finden dann 14-tägig von 11 bis 16 Uhr die Proben statt. Die Aufführung ist für den 21. September geplant. ▪ tbg

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