Katze mag kuschelige Geschäftsräume

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Bislang gibt es nur ein Handyfoto von der gemächlich streunenden Katze.

Bad Sassendorf – Im ständigen Kommen und Gehen der Kunden war der vierbeinige Gast anfangs gar nicht besonders aufgefallen. Dass es sich in der Sparkassenfiliale in Bad Sassendorf seit einiger Zeit immer wieder mal eine Katze gemütlich macht, sorgt bei Geschäftsstellenleiter Hubertus Stiens und seinen Mitarbeitern inzwischen jedoch mehr und mehr für Unbehagen. Auch wenn es der Katze, wie ihre Besuche zeigen, dort gut zu gefallen scheint.

Eine Kundin der Sparkasse hatte dem Anzeiger diese tierische Geschichte erzählt, und Hubertus Stiens bestätigte auf Nachfrage die regelmäßigen Besuche des Vierbeiners. 

Um reinzukommen, muss das Tier einen gewissen Aufwand treiben. Die Automatiktüren reagieren nämlich nicht auf das kleine Fellbündel, erst wenn menschliche Kunden die Türautomatik auslösen, ist der Weg frei. Also sitzt das schlaue Tier draußen vor der Tür und lauert auf seine Chance – um bei passender Gelegenheit alsbald in die kuschelige Geschäftsstelle zu schlüpfen. 

So weit, so amüsant. Aus Sicht der Sparkasse entwickelt sich die Geschichte inzwischen aber eher von „ganz lustig“ zu „ziemlich lästig“. Am Montag wäre die Katze fast über Nacht in der Filiale eingeschlossen worden. 

Nur per Zufall hatte ein Mitarbeiter im letzten Moment bemerkt, dass der ungebetene Kunde es sich auf einem Stuhl gemütlich gemacht hatte, der unter einen Schreibtisch geschoben war, berichtet Stiens. 

Das Problem: Wenn der letzte Mitarbeiter zusperrt, wird die Alarmanlage scharf geschaltet, und sobald der Stubentiger durch die Geschäftsstelle geschlichen wäre, hätte das den Alarm ausgelöst – und die Polizei und wen sonst nicht alles auf den Plan gerufen. Und bei einem Fehlalarm, so Stiens, stehe schnell die Frage im Raum, wer die Kosten trägt. 

Weil die Katze neben der Sparkasse auch anderen Geschäften im Umkreis gerne mal einen Besuch abstattet, könnte es hier ebenfalls vorkommen, dass der Vierbeiner versehentlich eingeschlossen wird. Womöglich auch mal über das ganze Wochenende, inklusive der Frage, was dann wird, wenn die Katze in Panik gerät oder ein dringendes Bedürfnis verspürt. 

Aus der Sparkasse wird die Katze daher, sobald sie entdeckt wird, von Stiens oder den Mitarbeitern inzwischen beherzt im Nacken gepackt und wieder nach draußen befördert. Eine Lösung auf Dauer ist das jedoch nicht, die Sparkasse sucht deshalb jetzt nach dem Halter der Katze, damit die tierischen Besuche ein Ende nehmen

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