Jona-Kinder aus Lohne bauen ihren Spielplatz wie die Großen

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Vom Plan über das Modell zur Realisierung: Die Jona-Kinder bewähren sich derzeit als kleine Spielplatzarchitekten und beim Einwerben von Sponsorengeldern. Geleitet wird die Aktion von dem Team um Kindergarten-Leiterin Birgit Talits (hinten rechts).

Lohne – Große Projekte wollen gut geplant sein, von der Ideensammlung über erste Skizzen bis zu den Entwürfe. Und der Bau eines Modells kann auch nicht schaden. Dann lässt sich auch für die Geldgeber besser abschätzen, wofür sie den Säckel öffnen sollen. Diese Vorgehensweise verfolgen derzeit auch die Jungen und Mädchen des Jona-Kindergartens in Lohne, denn bei der Frage, wie der Spielplatzbereich des Kindergartens neu gestaltet werden kann, sind sie intensiv mit einbezogen.

Der bisherige Spielplatz besteht seit der Eröffnung der Einrichtung im Jahr 1963, inzwischen sind daher etliche Spielgeräte reparaturbedürftig, erläutert Leiterin Birgit Talits. Die anstehende Erweiterung der Einrichtung auf drei Gruppen, für die ein Anbau errichtet wird, liefere einen weiteren Grund, das Außengelände neu zu planen.

Geplant ist ein Spielbereich für Kinder von null bis sechs Jahren. Seit mehreren Monaten werden entsprechende Vorschläge und Überlegungen gesammelt, und weil sie selbst nun einmal am meisten mit dem Spielplatz zu tun haben werden, wurden die Kinder ebenfalls mit einbezogen. 

Kinder planen mit

Spielplätze wurden besucht, die Kinder selbst wurden befragt, ein Spielplatzplaner wurde eingeladen, Modelle wurden gebastelt. Dann wurde überprüft, was von den Kosten her überhaupt realisierbar ist. „Die Kinder waren manchmal doch überrascht, was einzelne Spielgeräte so kosten“, berichtet Talits. 

Zur Finanzierung wurden auch verschiedene Aktionen durchgeführt, um Gelder einzunehmen. Auch der Umstand, wie gering diese Beträge auf der langen Strecke bis zu den Gesamtkosten ist, habe die Kinder beeindruckt. Gerade dieser Erkenntnisprozess sei für die Jungen und Mädchen aber auch eine wertvolle Erfahrung, erläutert die Leiterin. 

Nach dem bisherigen Stand ist ein Gesamtbetrag von etwa 23.000 Euro erforderlich, um den vorderen Außenbereich des Kindergarten neu zu gestalten, die Arbeitsleistung der Eltern ist bei diesem Betrag schon berücksichtigt. Einzelne Bestandteile wie die Holzpferde konnten bereits verwirklicht werden. Im März folgt ein kleines Spielhaus zum Thema Feuerwehr mit Doppelrutsche und Stange zum Herunterrutschen. 

Viele weitere Spielgeräte sind noch geplant. Um das Vorhaben zu finanzieren, hat der Kindergarten deshalb in Abstimmung mit dem Kreiskirchenamt einen Sponsorenbrief verfasst, in dem das Vorhaben mit Bildern und einem ausführlichen Text vorgestellt wird. Derzeit erhalten potenzielle Sponsoren Besuch, auch Bürgermeister Malte Dahlhoff zeigte sich von dem Eifer der Kinder beeindruckt. 

Die Gemeinde könne das Projekt selbst aber nicht originär unterstützen, wohl aber könne sie bei der Ansprache von Sponsoren helfen. Das habe schon beim Neuengeseker Kindergarten gut funktioniert. Die Botschaft ist jedenfalls klar: Die Jona-Kinder hoffen auf positive Reaktionen, Schritt für Schritt soll das Außengelände dann vollendet werden, so Birgit Talits: „Für die Kinder ist es wichtig zu sehen, dass das Spielgelände weiter wächst.“ Und hoffentlich bald auch vollendet ist.

Welche Spielgeräte geplant sind

Sand und Matsch sind für Kinder unverzichtbar, ein großer Sandbereich soll daher das Zentrum des neuen Spielgeländes bilden. Zusätzlich ist ein kleines Fischerhäuschen mit Spielküche und Wasseranschluss vorgesehen. 

Hinzu kommt ein Häuschen zum Thema Feuerwehr mit Partnerrutsche und Stange zum Herunterrutschen. Ein kleiner Kletterparcours, zwei Holzpferde und eine Bushaltestelle plus Tankstelle für die Fahrzeuge der Kinder sind ebenfalls geplant.

Angeschafft wurden bisher die Holzpferde, das Spielhaus mit Doppelrutsche folgt im März, danach heißt es weitere Sponsorengelder einzuwerben.

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