Eiche am Jahnplatz: Riesiger Ast kracht am Morgen auf den Rasen

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Der riesige Ast krachte der Länge nach auf den Rasen und einen Fußweg am Jahnplatz, ein Bereich, der tagsüber häufig sehr belebt ist.

Bad Sassendorf - So stattlich und knorrig die Eiche am Jahnplatz erscheinen mag, am Donnerstagmorgen ist ein mehrere Meter langer und am Stammansatz im Durchmesser wohl 40 Zentimeter starker Ast abgebrochen und auf den Boden gekracht. Dabei muss von großem Glück gesprochen werden, dass sich der Vorfall morgens um kurz nach 8 Uhr ereignet hat, wegen des Fontänenfeldes und der benachbarten Eisdiele ist die Fläche unter dem Baum tagsüber oft überaus belebt.

Die Gemeinde habe so gesehen gleich mehrere Schutzengel gehabt, kommentierte Ludger Bastert, der Leiter des Bauhofs, den Fall. Der stellvertretende Bürgermeister Kurt Fandrey, der den Schaden vor Ort ebenfalls begutachtete, stimmte dem zu und erinnerte an die vielen Menschen, die beim Sälzermarkt auf dem Jahnplatz waren. 

Die Ursache, warum der riesige Ast abgebrochen ist, soll Bastert zufolge durch ein Baumgutachten geklärt werden. Auffällig ist jedoch ein schwarzer Ausfluss auf der Rinde, der etwa in Höhe des Astansatzes beginnt. Zudem scheinen der Innenbereich des Stamms und des abgebrochenen Astes von einem Pilz oder einer Krankheit befallen zu sein, das Material fühlt sich feucht und mürbe an, nicht wie trockenes, festes Holz. 

Auffallend ist der schwarze Ausfluss auf dem Stamm in Höhe des abgebrochenen Astes.

Wie Bastert betonte, stand die schätzungsweise 150 Jahre alte Jahnplatzeiche als Naturdenkmal auch unter regelmäßiger Kontrolle durch den Kreis Soest. Dass die Trockenheit Ursache für den Schaden ist, erscheine weniger wahrscheinlich, so Bastert. Der Baum sei regelmäßig und intensiv gewässert worden, allein schon erkennbar daran, dass der Rasen im Bereich der Eiche nach wie vor grün sei. 

Das Innere des Stammes und des Astes scheinen von einer Krankheit oder einem Pilz befallen.

Trockenheit kann in Form so genannter Sommerbrüche ebenfalls zum Abbrechen ganzer, grün belaubter Äste führen. Dies sei, etwa im Bereich des Kurparks, nicht immer vorherzusehen. Bastert mahnte deshalb zu Vorsicht und Achtsamkeit im Bereich großer Bäume. Fandrey appellierte zudem an die Einwohner, große Bäume in ihrer Nachbarschaft gerne auch mal zu wässern.

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