Innenraum der Neuengeseker Kirche

Renovierung steht an: Bröckelnder Putz und Risse in Wänden und im Gewölbe

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Die Kirche in Neuengeseke weist einen stimmungsvollen Innenraum auf, wegen einiger Schäden muss er jedoch saniert werden. Das erläuterten Kirchmeisterin Marie-L uise Schulze zur Wiesch (links), Pfarrer Dietrich Woesthoff und Heidrun Varnholt vom Förderverein der Kirche. Foto: Dahm

Neuengeseke – Risse im Gewölbe und an einigen Fensterlaibungen, Feuchtigkeitsschäden in verschiedenen Wandbereichen. Wer etwas genauer hinschaut, erkennt schnell, dass es im Innenraum der Neuengeseker Kirche einiges an Schäden gibt. 

Genau hingeschaut haben auch die Fachleute der Paderborner Firma „ars colendi“, ihre Bestandsaufnahme der Schäden und einige weitere Punkte wie eine Erneuerung der elektrischen Anlage haben eine ziemlich umfangreiche Liste ergeben. Unterm Strich mit dem Ergebnis, dass die Sanierung des Innenraums mit rund 320 000 Euro veranschlagt werden muss.

Im kommenden Jahr will die evangelische Kirchengemeinde diese Aufgabe umsetzen, die etwa ein Jahr dauernden Arbeiten sollen im April beginnen. Das erläuterten Pfarrer Dietrich Woesthoff, Kirchmeisterin Marie-Luise Schulze zur Wiesch und Heidrun Varnholt vom Verein der Freunde und Förderer der Kirche Johannes der Täufer zu Neuengeseke. 

Malschichten auf dem Altargemälde lösen sich

Aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden führt zu Schäden am Putz, gut zu erkennen unter anderem in der Taufecke oder am alten Opferstock im Chorraum. Hinzu kommt eine Rissbildung in einigen Gewölbe- und Wandbereichen; die Malschichten auf dem Altargemälde lösen sich ab; die Gusseisernen Fensterrahmen aus dem 19. Jahrhundert sind stark mit Rost überzogen und müssen aufgearbeitet werden. 

Ergänzend dazu soll die Elektrische Anlage in der Kirche erneuert werden, erst vor zwei Wochen, so Woesthoff, sei es zu einem kleinen Schwelbrand gekommen. 

Wie die Arbeiten durchgeführt werden können, haben die Experten von „ars colendi“ ebenfalls aufgeführt: Der Innenraum muss komplett eingerüstet, die Orgel als Schutz vor dem Baustellenstaub eingehaust werden; danach kann eine Trockenreinigung des Putzes erfolgen, die Risse sind zu verfüllen und der Innenraum durch Kalkanstrich zu erneuern. 

Gemeinde muss größten Teil der Bausumme tragen

Alles zusammen summiert sich auf den Betrag von 320 000 Euro, einschließlich 70 000 Euro für eine neue Elektroanlage und eine neue Beleuchtung. Zur Finanzierung steht der Gemeinde ein Zuschuss von 118 000 Euro seitens des Bundes zur Verfügung. 

Zudem soll ein Antrag auf Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gestellt werden. Das könnte vielleicht weitere 20 000 bis 30 000 Euro einbringen. 

Den größten Teil der Bausumme muss die Kirchengemeinde jedoch selbst tragen. Dank des Fördervereins sei es möglich, jedes Jahr etwa 10 000 Euro zurückzulegen. Ein Grundstock sei damit gegeben, berichtete Woesthoff. 

Spenden sind willkommen

Spenden sind dem Förderverein weiterhin willkommen und sollen auch durch besondere Aktionen wie den Verkauf von Kirchwein eingeworben werden, ergänzte Heidrun Varnholt. 

Die anstehenden Arbeiten will die Kirchengemeinde mit Zuversicht angehen, immerhin ist in den vergangenen Jahren schon viel geleistet worden, um die Kirche zu erhalten. 

Der Glockenstuhl, das Kirchendach, die Turmuhr, Fugen in den Außenwänden und einiges mehr sind bereits erneuert worden. „Von daher“, so Woesthoff, „ist das Gebäude erst mal gut in Schuss.“

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