Initiative für Dorfhaus neben der Trauerhalle Lohne sieht mehr Pro als Contra

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Soll das Nebengebäude (rechts) der Trauerhalle Lohne ein Dorfgemeinschaftshaus werden? Diese Frage wollen die Initiatoren des Projekts den Lohner Einwohnern am 8. März zur Abstimmung stellen.

Lohne – Deutlich mehr Zustimmung als Ablehnung: So lassen sich die bisherigen Reaktionen der Lohner Einwohner bezüglich der Einrichtung eines Dorfgemeinschaftshauses neben der Lohner Trauerhalle zusammenfassen. Wie Heinrich Wegener von der Projektgruppe zur Einrichtung des Dorfhauses berichtet, hat die Initiative selbst nach der Informationsveranstaltung per E-Mail und schriftlich zwölf Einsendungen erhalten, davon seien sieben positiv und fünf ablehnend gewesen. Daneben habe es einige Rückmeldungen per Telefon gegeben, die positiv ausgefallen seien.

Ein ähnliches Bild habe sich bei den Zuschriften an die SPD ergeben, die nach einem Statement gegen das Projekt ebenfalls um Stellungnahmen der Einwohner gebeten hatte. Der Lohner Ratsherr Axel Droste habe der Projektgruppe mitgeteilt, dass bei ihm zehn Antworten eingetroffen seien, acht hätten sich für ein Gemeinschaftshaus an der Trauerhalle ausgesprochen, zwei dagegen. Hinzu kämen drei telefonische Rückmeldungen, die sich gegen das Vorhaben ausgesprochen hätten. 

Noch manche Unklarheit bei den Bürgern

Zugleich würden die Zuschriften Wegener zufolge belegen, dass bezüglich dem Kenntnisstand eine gewisse Unklarheit herrscht. Wegener betonte deshalb noch einmal ausdrücklich, dass es nicht um eine Umnutzung der Trauerhalle an sich gehe, diese bleibe wie bisher bestehen. "Wir bauen keine Trauerhalle um, wir nutzen das Nebengebäude, das nicht mehr gebraucht wird.“ 

Ebenso unterstrich er, dass es, sollte das Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet werden, hier keinen Trödelmarkt und keine Partybude geben werde, wie dies bisweilen befürchtet wird. Demgegenüber würden andere Einwohner das Vorhaben positiv sehen. So zitierte Wegener aus der Zuschrift einer betagten Lohnerin, wonach die Gesellschaft mit dem Thema Tod lockerer umgehen sollte. Das eigene Ende müsse man stets vor Augen haben, Leben und Tod gehörten zusammen. 

Wie die Projektgruppe erläuterte, sollen die Pläne auf einer weiteren Informationsveranstaltung am 8. März detailliert vorgestellt werden, zum Beispiel auch mit einem fiktiven Belegungsplan. Außerdem soll eine Abstimmung der Einwohner durchgeführt werden, um die weitere Richtung zu klären. So habe die Gemeinde stets betont, dass das Vorhaben eingestellt wird, wenn es mehrheitlich abgelehnt wird, dass es bei Zustimmung aber weiter verfolgt werde. 

Vorgestellt wird in der Info-Veranstaltung zudem der Trägerverein, der inzwischen durch acht Gründungsmitglieder ins Leben gerufen wurde. Ebenso werden Beitrittsformulare ausgelegt. Wegener hofft im Gespräch mit dem Anzeiger jedenfalls auf eine breite Zustimmung seitens der Lohner: „Die Chance, das Nebengebäude umzunutzen, ist nach meiner Ansicht ziemlich einmalig.“

Termin der Abstimmung 

Die nächste Info-Veranstaltung ist am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr erneut in der Lohner Trauerhalle.

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