Er sei vom Fahrrad gestürzt und könne nicht mehr gehen

Hubschraubereinsatz: Bad Sassendorfer löst mit Anruf erfolglose Suchaktion aus 

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Symbolfoto

Bad Sassendorf - Ein Bad Sassendorfer hat offenbar einem Bekannten am Telefon gesagt, er sei mit dem Fahrrad gestürzt und könne nicht mehr gehen. Doch weder die Suche des Bekannten noch eine große Suchaktion der Polizei inklusive Hubschrauber brachte etwas. Am Ende gab es eine Überraschung.

Mit großem Aufwand, bei dem auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt wurde, suchte die Polizei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Bereich Lohne und Lohner Klei nach einem Vermissten. Die Suche an sich blieb erfolglos, zu guter Letzt sorgte der Gesuchte aber für eine Überraschung.

Ausgelöst wurde die Suchaktion der Polizei, nachdem eine 21 Jahre alter Bad Sassendorfer sich bei der Polizei in Soest gemeldet hatte. Gegen 22 Uhr habe er der Polizei mitgeteilt, dass er ein 19 Jahre alter Bekannter aus Bad Sassendorf in Not geraten sei. 

Bekannter kann den Anrufer nicht finden

Der Bekannte habe ihn telefonisch darüber informiert, dass er mit dem Fahrrad gestürzt sei und nicht mehr gehen könne. Er befinde sich an einer Brücke in der Nähe der Straße Hagenbusch. Daraufhin, so die Polizei, war der 21-Jährige den Weg abgegangen, den der 19-Jährige vermutlich zuletzt zurückgelegt hatte. Zwischen der mutmaßlichen Sturzstelle und der Wohnanschrift habe er den Mann jedoch nicht finden können. Zwei Bewohner hätten aber ebenfalls bestätigt, dass der Gesuchte noch nicht zurückgekommen sei. 

Daraufhin führte die Polizei eine größere Suchaktion durch. Bei Frost um minus fünf Grad hätte die Lage für eine hilflose Person, zum Beispiel in einem Straßengraben liegend, schließlich schnell gefährlich werden können. Mehrere eingesetzte Streifenwagen, die Nachschau in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung, die Handyortung, ein angeforderter Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und ein Personensuchhund, der mangels fehlender Vergleichsgeruchsspur aber nicht eingesetzt werden konnte, hätten jedoch keine Ergebnisse gebracht, berichtete Polizeipressesprecher Holger Rehbock. 

Freiwillige Feuerwehr öffnet Tür 

Trotzdem ging die Sache gut aus. Rehbock am Freitag: „Zu guter Letzt konnte der Gesuchte heute Morgen wieder zuhause angetroffen werden.“ Die genauen Hintergründe der Geschehnisse - ob der 19-Jährige wirklich gestürzt war und wie er nach Hause kam - konnten demnach noch nicht geklärt werden.

Vor allem der Hubschrauber, der ab etwa 0.30 Uhr während der Suche eine ganze Weile in geringer Höhe über Lohne, der Strecke in den Lohner Klei und dem Gewerbegebiet kreiste, fand bei der Bevölkerung viel Aufsehen.

Im Einsatz waren zudem die Meldergruppen der Löschzüge I und II der Freiwilligen Feuerwehr, die um 0.34 Uhr von der Rettungsleitstelle des Kreises Soest alarmiert wurden. In der Unterkunft im Lohner Klei galt es im Rahmen der Amtshilfe für die Polizei die Wohnungstür des Gesuchten zu öffnen, um nachzuschauen, ob er womöglich schon wieder zuhause war, berichtete Jan Grothe von der Feuerwehr.

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