Komödie der Theatergruppe Weslarn kommt super an / Fotostrecke online

Zockerei und Trinkgelage im Pfarrhaus - turbulente zweieinhalb Stunden!

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Jetzt wird’s eng für Pfarrer Teufel (rechts), der gewichtige Domkapitular Dr. Jüngling will ihn nach Ostinghausen versetzen.

Weslarn – Nächtliches Kartenspiel, Trinkgelage, ein Pfarrer der Wühlmäuse jagt und ein Messner im Talar: Im Pfarrhaus geht es drunter und drüber. Witzig, spritzig, hin und wieder gepaart mit herrlicher Situationskomik – die Theatergruppe Weslarn begeisterte ihr Publikum am Samstag mit der Premiere der Komödie „Dem Himmel sei Dank“ von Bernd Gombold. Immer wieder erhielten die Darsteller spontanen Szenenbeifall.

Im Mittelpunkt des Stücks standen die nicht ganz alltäglichen Methoden des Pfarrers, Geld für die sanierungsbedürftige Kirche zusammenzukratzen. Fast wie im echten Leben: Neben der Bühne bot der Weslarner Pfarrer Ralph Frieling Schirme gegen eine Spende an, um auf diese Weise Geld für die Renovierung des Daches der Urbanus-Kirche zu sammeln. „Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend“, rief die Theatergruppe den Gästen in der voll besetzten Schützenhalle zu. 

Den hatten die Besucher. Die Akteure agierten voller Elan und Spielfreude unter der Regie von Ariane Falkenberg, die den erkrankten Willi Finnemann ersetzte.

Selbstgebrannten in bare Münze umgesetzt

Im Pfarrhaus ging es mächtig turbulent zu. Denn nicht nur das Kartenspiel und der selbstgebrannte Schnaps wurden von Pfarrer Alfons Teufel (Hinrich Balsters) und seinem Messner Johannes (Christian Bernau) in bare Münzen für die Kirchensanierung umgesetzt, sie vermieteten auch noch Zimmer. 

Über allem schwebte Haushälterin Hermine (Ulla Kampmann), die das Chaos, das sich langsam aber sicher entwickelte, perfekt beherrschte. 

Premiere der Theatergruppe Weslarn

Alles schien einigermaßen zu laufen, bis der gewichtige Domkapitular Dr. Jüngling (Frank Liedmeier) aufkreuzte, der von „merkwürdigen Dingen“ im Pfarrhaus erfahren hatte und nun für Ordnung sorgen wollte. Ungeplant verrutschte sein Gewand, was für großen Spaß auf und vor der Bühne sorgte. Herrlich war die Szene, als Aerobic-Lehrerin Rosi Blum (Diana Herrmann) im kunterbunten Outfit erschien und den Kirchenmann zu mehr Bewegung animierte. „Wegen dem Stauraum am Bauch“, sagte sie augenzwinkernd. 

Karierte Hochwasserhosen sorgen für gute Laune

Dann war da noch die ehrgeizige Pfarrgemeinderätin Elfriede Engel (Manuela Previdi), die ihre Nichte Uschi (Friederike Wienold) ins Kloster abschieben wollte. Dazu kam ihr die Anwesenheit des Domkapitulars gerade recht. Doch sie hatte nicht mit dem pfiffigen Freund ihrer Nichte (Robin Ewert) gerechnet, der ihr als falscher Domkapitular Geld abschwatzte. 

Gut kamen auch die lebendigen Kabbeleien zwischen Messner Johannes und seiner Ehefrau Emma (Thea Netzeband) beim Publikum an. In karierten „Hochwasserhosen“ lief immer mal wieder Hans Meßner durchs Bild, der seine Partnervermittlungs-Dame Rosemarie Rosenfeld, eine Handarbeitslehrerin, unter dem Motto „zwei rechts, zwei links“ suchte. Randfiguren, toll gespielt von Hubertus Säcker und Cordula Oelker. 

"Nein, nicht nach Ostinghausen!"

Damit im Pfarrhaus wieder Ordnung herrschte, wollte der Domkapitular den Pfarrer versetzen. „Nein, nicht nach Ostinghausen“, stöhnte Teufel, der aber nicht mit der Courage seiner Haushälterin gerechnet hatte. Mit gebratener Leber und Beerenwein, in den der Messner noch K.o.-Tropfen geschüttet hatte, setzte sie den Domkapitular außer Gefecht. 

Ende gut, alles gut. „Dem Himmel sein Dank“, rief der Pfarrer erleichtert. Das Publikum spendete begeistert Applaus, zollte der Theatergruppe damit Dank für gelungene zweieinhalb Stunden.

Dann finden die weiteren Aufführungen statt

  • Freitag, 22. März, 20 Uhr
  • Samstag, 23. März, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 24. März, 17 Uhr

So kommen Sie an die Karten

Eintrittskarten für die drei weiteren Aufführungen können Sie hier über die Internetseite der Theatergruppe bestellen.

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