Verdienstorden für Ostinghauser: „Herr Tusch, der macht das“

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Als Dank für sein Engagement überreichte Landrätin Eva Irrgang (rechts) Bernhard Tusch in einer Feierstunde in der Villa Plange in Soest das Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens. Blumen und ein besonderes Dankeschön gab es zudem für Maria Tusch, die das Wirken ihres Mannes stets mitgetragen hat.

Ostinghauen - Mit vielen Worten der Anerkennung und des Dankes wurde Bernhard Tusch aus Ostinghausen am Dienstagnachmittag das Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens überreicht.

„Wenn jedes Dorf einen Bernhard Tusch hätte, müsste man sich um das Dorfleben keine Sorgen machen.“ Mit diesen Worten brachte Ortsvorsteherin Angelika Kolkmann das Wirken des 81-jährigen Ostinghausers auf den Punkt. 

Am Dienstagnachmittag wurde Bernhard Tusch in einer geradezu familiären Feierstunde in der Villa Plange das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. 

Diese ehrenvolle Aufgabe übernahm Landrätin Eva Irrgang trotz ihres Urlaubs persönlich. Und mit Nachdruck würdigte sie in ihrer Rede, dass Bernhard Tusch sich durch sein jahrzehntelanges Engagement in der Caritas, in der Pfarrgemeinde und in den Vereinen vor Ort, insbesondere in der Schützenbruderschaft St. Christophorus, auszeichnungswürdige Verdienste erworben habe. 

Bereits seit 1980 habe Tusch sich als Hauptverantwortlicher um die Senioren in Ostinghausen gekümmert. 2004 habe er zudem den Vorsitz der Caritaskonferenz in Ostinghausen übernommen, und unter seiner maßgeblichen Mitwirkung werde die Aktion „Urlaub ohne Koffer“ seit mehr als zwölf Jahren durchgeführt. 

Diesen vielfältigen Einsatz würdigte auch Bürgermeister Malte Dahlhoff. Bernhard Tusch habe bei seinem Engagement immer von den Menschen aus gedacht, der Tag der Ordensverleihung sei daher die Gelegenheit, auch im Namen der Gemeinde Dankeschön zu sagen. 

Auf welch vielfältige Weise der ehemalige Krankenpfleger sich in seinem Dorf und weit darüber hinaus verdient gemacht hat, skizzierte auch Ortsvorsteherin Angelika Kolkmann. Ihr besonderer Dank ging zudem an Ehefrau Maria Tusch. Sie habe den ehrenamtlichen Einsatz stets mitgetragen. 

Dem Lob der Vorredner schlossen sich auch die Vertreter der Caritas und der Pfarrgemeinde an. „Fragen Sie Herrn Tusch, der macht das!“ Diese Auskunft, so Pfarrer Reinhold Frickenstein, habe ihm schnell deutlich gemacht, dass Bernhard Tusch stets an zentraler Stelle dabei war. 

Keine Frage, dass der Geehrte auch die Feier zur Ordensverleihung auf seine Weise prägte. Zum Auftakt erzählte Bernhard Tusch, als geübter Karnevalist in launigen Versen, wie er aus dem Anzeiger erfahren habe, dass ihm der Verdienstorden verleihen worden sei, noch bevor ihm dies in einem persönlichen Schreiben mitgeteilt wurde. 

Landrätin Eva Irrgang wusste jedoch zu kontern. Bei Schreiben vom Kreis denke jeder gleich an Knöllchen. Diesen Schrecken habe man ihm ersparen wollen.

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