Handwerker- und Bauernmarkt im Kurpark von Bad Sassendorf

Warum in Bad Sassendorf morgens um 3 Uhr der Hahn kräht

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Petra Maria Nüsken und ihre Schwester Monika Neuhaus präsentierten an die dreißig verschiedene Sorten Wolle und stellten auch die neuesten Strickmuster vor.

Bad Sassendorf – „Wenn früh am Morgen um 3 Uhr der Hahn kräht, ist Handwerker- und Bauernmarkt in Bad Sassendorf.“ Ulrike Schulte, Anwohnerin der Bismarckstraße, freut sich über diesen von Natur und Landwirtschaft geprägten Ruf, der sonst im Kurort weit und breit nicht zu hören ist. Das muntere Federvieh gehörte zur Tierausstellung der Verlaufsmeile im Kurpark. Allerdings funkten immer wieder Regenschauer Händlern und Besuchern dazwischen. 

„Heute schieben wir eine ruhige Kugel“, kommentierte am ersten Tag ein Gewürzhändler aus dem Ruhrgebiet das feucht-fröhliche Marktvergnügen, das trotzdem etliche Gäste aus nah und fern in den Kurort zog. 

„Wir kommen seit Jahren hierher, fühlen uns wohl und kaufen gern ein“, erzählte Familie Kleineberg aus Arnsberg. Total begeistert äußerte sich auch Cornelia Steinigeweg, die in Ibbenbüren zuhause ist. „Ich bin gestern erst zur Reha hergekommen und finde das Angebot sehr schön.“ 

Die jüngsten Gäste hatten besonders viel Spaß an den niedlichen Ziegen, Schafen und Küken und bestaunten die prächtigen Hähne und Puten. Altes Handwerk wie Schmiedekunst, Korbflechten, Klöppeln und das Herstellen von Seilen interessierte sie ebenso sehr wie ihre Eltern. Beim Schmied durften die Kinder zum Hammer greifen. Die Auswahl an regionalen und überregionalen Produkten war groß. Stände mit Dekoartikeln für Haus und Garten, Textilien, Schmuck, Sommerblumen, Honig, einer riesigen Palette an Nüssen und Trockenfrüchten, Wolle, Handarbeiten, der beliebten Wurst aus Thüringen, Käse aus dem Allgäu, Nudeln, Kräutern und Gewürzen wechselten einander ab. 

„Der Markt ist super, aber er steht und fällt mit dem Wetter“, sagte Petra Maria Nüsken aus Welver-Dinker. Die Fachfrau in Sachen Wolle und Strickkunst ist stets ein Anlaufpunkt für Frauen, die gerne stricken und sich bei ihr die neuesten Wollkreationen und Muster anschauen und besorgen.

 An die 30 verschiedene Garne hatte sie in ihrem Pavillon aufgebaut. Unter anderem hübsche Wolle mit kleinen Glasperlen, die Schals oder Pullover einen eleganten Glanz verleihen. Ein paar Stände weiter ziehen die Designer-Regenschirme von Monika Schatz, die ebenfalls immer wieder gern mit ihrer neuesten Kollektion nach Bad Sassendorf kommt, die Blicke auf sich. „In diesem Jahr sind besonders durchsichtige Schirme in“, erklärte sie und wies darauf hin, dass die verstorbene Queen Mum diese besonders gerne mochte. Fördert Regen ihr Geschäft? „Eher nicht, da kommen die Leute meistens erst gar nicht“, berichtete sie aus ihrem Erfahrungsschatz. 

Handwerker- und Bauernmarkt in Bad Sassendorf

Zu den Stammgästen des Budenzaubers zwischen Pfau und Platz Nass gehörte auch Monika Busch aus Nottuln, die mit ihrem Mann selbst gearbeitete Dekoartikel aus Holz ausstellte. „Uns gefällt es hier immer gut. Aber heute wird der Umsatz wohl nicht so doll werden“, sagte sie, den Blick nach oben in den dunklen Himmel gerichtet. Gegen Abend ließ sich die Sonne doch noch blicken. 

Da wurde es endlich mal ein bisschen voller. Die Gäste nahmen im Abendsonnenschein auf den Bänken Platz und ließen sich XXL-Waffeln, Wildbratwurst, Fischgerichte, Leckereien vom Grill, Brot aus dem Steinofen und vieles mehr schmecken. Am nächsten Tag gestaltete sich das Wetter leider auch nicht viel besser. Marktvergnügen und die an diesem Tag stattfindende Mercedes-Show auf dem Sälzerplatz zogen aber dennoch wieder etliche Gäste in ihren Bann.

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