Figuren aus Bronze, Holz und Stein

Neue Führung zu Kunstwerken im Kurpark

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Die „Flüsternde“ hat der Bildhauer Jürgen Ebert aus Bocholt die lebensgroßen Skulpturen vor dem Hof Hueck genannt. Flüstern werden die Gästeführerinnen Gundula Saxer (rechts) und Carola Lutterbüse ganz sicher nicht, wenn sie die Besucher demnächst mitnehmen auf einen Spaziergang zu Kunst im Kurpark.

Bad Sassendorf - Sie fühlen sich den rund 40 Objekten im Bad Sassendorfer Kurpark verbunden. Drum entwickelten die Gastführerinnen Carola Lutterbüse und Gundula Saxer jetzt eine neue Führung, bei der zahlreiche Skulpturen und Kunstwerke berücksichtigt werden.

Sie trägt einen riesengroßen Hut und schlingt ein Badetuch fest um den schlanken Körper. Fast könnte man meinen, die junge Dame, die im Kurpark gegenüber dem Thermalbad steht, wäre gerade den warmen Fluten entstiegen und suche jetzt einen Platz zum Relaxen. Doch es handelt sich um die Bronzeskulptur „Mädchen rühr mich nicht an“ von Wolfgang Kreuter aus Bad Berleburg und ist eines von 40 Kunstwerken im Kurpark und dem Ortskern von Bad Sassendorf. 

„Der Künstler hat die lebensgroße Plastik 1978 fertiggestellt. In dieser Zeit besuchte seine Tochter gern ein Schwimmbad. Sie trug einen großen Sonnenhut und hat sich nach dem Bad gern in ein großes Badetuch gehüllt.“ Gästeführerin Gundula Saxer streut die Geschichte gern in ihre Baumführungen im Kurpark ein. Dabei machte sie die Erfahrung, dass die Besucher den Skulpturen im Park viel Beachtung schenken. 

Das hat sie dazu bewogen, sich noch intensiver als bisher damit zu beschäftigen und ab Frühjahr eine neu gestaltete Führung unter dem Thema „Holz. Bronze. Stein – Kunst zum Anfassen – Ein Spaziergang durch Bad Sassendorf“ anzubieten. Unterstützt wird sie dabei von Carola Lutterbüse, die ebenfalls seit vielen Jahren Gästeführerin ist. Auch sie fühlt sich den Skulpturen sehr verbunden. Gundula Saxer erstellte eine Liste der Kunstwerke in und um den Kurpark und kam dabei locker auf 40 Objekte, die auf den Wiesen, an der Rosenau, im Schatten von Büschen und Bäumen oder auf Plätzen zu finden sind. 

Alle können in den künftigen Führungen natürlich nicht berücksichtigt werden. Aber die markantesten sollen den Gästen näher gebracht werden. „Vater“ der Kunst im Kurpark ist übrigens der frühere Kurdirektor Rudolf Hilger. Die Kunst soll das Auge des Betrachters erfreuen, Alltagssorgen vertreiben und die Sinne öffnen für jene Schönheit, die sich in vielfältiger Weise in den aufgestellten Skulpturen zeigt. Das ist dem langjährigen Kurdirektor mit dem Erwerb von Skulpturen aus Bronze, Holz und Stein gelungen. 

Fuchs, Fisch und Wildschwein 

Egal ob der bronzene Fuchs im Grünen, der alte Mann mit Fisch auf der kleinen Insel im Teich, die Ziegenböckchen in der Nähe des Gradierwerks, die flüsternden Mädchen vor dem Hof Hueck, die Wildsau mit Frischlingen auf der Wiese nahe des Platzes Nass oder die Tänzerin im Bereich des Brunnenhauscafés, die schon seit Monaten tapfer in der Baustelle ausharrt – die Kunstwerke sind augenfällig, passen in die Natur, haben oftmals einen Bezug zum Kurort und erfreuen nicht nur die erwachsenen Gäste, sondern auch Kinder. 

So klettern die jüngsten Parkbesucher gern auf die Schafe aus Grünsandstein oder den Rücken des Fohlens an der Hand des Mädchens, der davon schon ganz blank geworden ist. 

Am Bonifatius-Brunnen auf dem Karl-Volke-Platz dürfen sie die Figuren bewegen, was übrigens auch den Erwachsenen Spaß macht. 

Erfahrungen fließen in Führungen ein

Künstler aus mehreren Regionen haben die Plastiken aus unterschiedlichen Materialien geschaffen und interessante Brunnen erarbeitet. Einer von ihnen ist Werner Klenk aus Münster. Ihn hat Gundula Saxer im Rahmen eines Ausflugs persönlich kennengelernt und dabei vieles über die Herstellung einer Skulptur, zum Beispiel im Wachsausschmelzverfahren gehört. Diese Erfahrungen fließen in die Führungen ein. Die beiden Frauen freuen sich aufs Frühjahr und die ersten Spaziergänge zu den Kunstwerken im Park, die sie neben ihren angestammten Rundgängen anbieten. 

Fakten, Namen und Geschichten – damit wollen sie die Besucher für die Kunst im Kurpark begeistern. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. 

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